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"Gesetzlicher Mindestlohn verursacht Bürokratie und Kosten"

DIHK-Präsident zu Kombi- und Mindestlohn

(09.01.2006) Ein gesetzlicher Mindestlohn würde nach Ansicht von Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), neue Bürokratie und Kosten für die Unternehmen bringen.

DIHK-Präsident Ludwig Georg BraunFür Arbeitslose ohne Ausbildung würde dies kaum überwindbare Barrieren aufbauen – dies beträfe damit mehr als ein Drittel aller Arbeitslosen.

Braun: "Statt eines Mindestlohns brauchen wir eine Politik für mehr Beschäftigung – auch im Niedriglohnbereich. Kombilohnmodelle, sofern sie eine breite Subventionierung von Arbeitseinkommen auf ein Niveau deutlich oberhalb der jetzigen Arbeitslosengeld-II-Sätze vorsehen, wären jedoch viel zu teuer. Sie sind daher keine geeignete Strategie, um die Beschäftigungslage gering Qualifizierter zu verbessern.

Es muss vielmehr selbstverständlich werden, dass Arbeitslose – auch durch die Annahme niedrig entlohnter Tätigkeiten – zu ihrem Einkommen möglichst viel selbst beisteuern. Nur wenn der eigene Verdienst zur Sicherung des Existenzminimums nicht ausreicht, sollte das Arbeitseinkommen auf Arbeitslosengeld II plus eine kleine Kostenpauschale aufgestockt werden. Auf diese Weise ließe sich die Balance zwischen Eigen- und Solidarverantwortung verbessern."

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