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Braun: 2007 guter Zeitpunkt für den Start in die SelbstständigkeitDIHK stellt aktuellen Gründerreport vor(29.05.2007) Die Zahl der Existenzgründungen in Deutschland ist rückläufig. Das geht aus dem aktuellen Gründerreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor.
Der jetzt veröffentlichten Umfrage zufolge waren hier zu Lande im vergangenen Jahr drei Prozent weniger Menschen an der Errichtung eines Unternehmens interessiert als noch 2005. Besonders deutlich sank das Gründungsinteresse bei Arbeitslosen zur Jahresmitte, als Ich-AG und Überbrückungsgeld durch den neuen Gründungszuschuss abgelöst wurden: Von Mai bis September 2006 informierten sich bei den Industrie- und Handelskammern (IHKs) 35 Prozent weniger Arbeitslose über die Gründungsförderung. DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun rechnet aber damit, dass sich das Gründungsgeschehen im laufenden Jahr wieder etwas positiver entwickelt. Dem "Handelsblatt" sagte Braun: "Die subventionierten Rekordzahlen aus der Zeit der Ich-AG-Förderung werden wir sicher nicht erreichen. Für kreative Köpfe mit überzeugendem Business-Plan ist 2007 aber in jedem Fall ein guter Zeitpunkt für den Start in die Selbstständigkeit." Die anziehende Konjunktur hat nach Beobachtung des DIHK 2006 die Zahl derer verringert, die "aus der Not heraus" mit dem Gedanken an die eigene Firma spielen. Doch betrachtet immer noch ein Großteil der Gründungsinteressierten die Selbstständigkeit als Ausweg aus der Erwerbslosigkeit: Im vergangenen Jahr war für fast zwei Drittel der Teilnehmer an IHK-Gründungsberatungen Arbeitslosigkeit das Hauptmotiv; nur 36 Prozent wollten mit der Selbstständigkeit vornehmlich eine Geschäftsidee umsetzen. Der DIHK-Gründerreport 2007 beruht auf mehr als 370.000 Kontakten von IHK-Existenzgründungsberatern mit angehenden Unternehmern und erfasst somit einen Großteil des Gründungsgeschehens in Deutschland. Er zeigt unter anderem, dass sich die meisten Gründer in Branchen selbstständig machen wollen, in denen wenig Startkapital erforderlich ist: 64 Prozent der bei den IHKs vorgetragenen Gründungsabsichten betrafen die Dienstleistungsbranche, nur 6 Prozent eine High-Tech-Branche. DIHK-Präsident Braun erklärt das damit, dass High-Tech-Projekte mit langem Vorlauf, hohem Kapitalbedarf für Forschung und nur schwer kalkulierbarer Marktsituation verbunden sind. Dagegen verzeichneten die IHKs im vergangenen Jahr einen Rekord beim Interesse von Frauen an der Existenzgründung. Gegen den Trend ließen sich elf Prozent mehr Frauen in IHK-Gründungsseminaren beraten als noch 2005. Ludwig Georg Braun mahnte, es müssten noch viele Hürden aus dem Weg geräumt werden, damit die Zahl der Gründer stärker steige. "Wichtig ist, schon in den Schulen die Chancen des Berufs 'Unternehmer' stärker aufzuzeigen", so der DIHK-Präsident zum "Handelsblatt". Darüber hinaus könne die Politik auch kurzfristig spürbare Impulse für Existenzgründungen geben. Konkret schlägt der DIHK vor, das Formular "Einnahme-Überschussrechnung" abzuschaffen, das kaum ein Kleinunternehmer ohne Steuerberater ausfüllen kann. Zudem sollten Existenzgründer die Umsatzsteuervoranmeldung nur vierteljährlich statt monatlich abgeben müssen. Braun: "Und drittens: Die Länder sollten den Kammern die Möglichkeit geben, Existenzgründern neben Erstauskunft und Businessplan- Check auch die Gewerbeanmeldung anzubieten. In Rheinland-Pfalz gibt es bereits solche Starterzentren." Sie finden den aktuellen DIHK-Gründerreport mit dem Titel "Weniger Existenzgründungen trotz besserer Konjunktur" hier zum Download: DIHK-Gründerreport 2007 (PDF, 300 KB) Eine englische Fassung ist hier abrufbar: | |
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