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Mindestlohn: "Politik muss endlich die Reißleine ziehen!"

Braun warnt vor Preissteigerungen und Arbeitslosigkeit

(28.12.2007) Eine Ausweitung von Mindestlöhnen auf weitere Branchen hätte nach Einschätzung von Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), böse Folgen für Wettbewerb, Preisniveau und Beschäftigung in Deutschland.

Ludwig Georg BraunBraun: "Ich kann nur hoffen, dass die Politik endlich die Reißleine zieht! Sonst haben wir am Ende flächendeckende Branchenmindestlöhne, die in ihrer schädlichen Wirkung einem einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn nicht nachstehen werden: Wettbewerb wird verhindert, die Arbeitslosigkeit steigt – vor allem bei den Geringqualifizierten –, und Unternehmen und Verbraucher werden mit höheren Preisen belastet.

Manche Dienstleistungen würden mit Mindestlöhnen für viele Konsumenten unerschwinglich werden. Ein Mindestlohn im Pflegebereich zum Beispiel wäre für viele alte Menschen mehr als eine vergiftete Wohltat.

Mein Appell gilt deshalb natürlich auch Arbeitgebern, die jetzt das Mindestlohnangebot der Politik annehmen wollen, um sich auf solche Art unliebsamem Wettbewerb in der eigenen Branche zu entziehen.

Das hat schon in der Baubranche nicht zu den erhofften Ergebnissen geführt. Gewachsen ist vor allem die Schattenwirtschaft! Und die gesamtwirtschaftliche Zeche in Form höherer Arbeitslosigkeit zahlen wir bei flächendeckenden Mindestlöhnen über viele Branchen hinweg am Ende alle!"

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