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"Außenhandel übernimmt 2010 wieder die Lokomotivfunktion"

DIHK präsentiert AHK-Experten-Index und Blitzumfrage zur Grippe

(18.08.2009) Dass die deutschen Ausfuhren im kommenden Jahr in Folge der anziehenden Weltkonjunktur wieder zulegen werden, erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vor dem Hintergrund seiner aktuellen Umfrage "Der deutsche Außenhandel".

/root/inhalt/imagearchiv/leute/nitschke.jpg "Der Außenhandel wird im Jahr 2010 wieder die Lokomotivfunktion für die deutsche Wirtschaft übernehmen", sagte DIHK-Außenwirtschafts-Chef Axel Nitschke, als er heute in Berlin den "AHK-Experten-Index 2009 | 2010" vorstellte. Die Umfrage beruht auf den Außenhandelserwartungen aller Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) in mehr als 80 Ländern und wurde Anfang August abgeschlossen.

Auf Grundlage der Erhebung rechnet der DIHK damit, dass die deutschen Exporte zwar im laufenden Jahr um 17 Prozent einbrechen, 2010 jedoch wieder um 4 Prozent zulegen werden. "Der Anstieg deutscher Ausfuhren im kommenden Jahr resultiert aus der anziehenden Weltkonjunktur", erklärte Nitschke. "Sie werden von ersten zyklischen Auftriebstendenzen, staatlichen Konjunkturpaketen sowie weltweit niedrigen Notenbankzinsen getragen."

Mit dem dramatische Exportminus 2009 werde Deutschland erneut Weltmarktanteile verlieren, befürchtet der DIHK-Außenwirtschafts-Chef, "denn wir rechnen in diesem Jahr mit einem 'nur' um 14 Prozent schrumpfenden Welthandel". 2010 werde der deutsche Export wieder im Gleichschritt mit der Weltwirtschaft wachsen; somit könne der deutsche Außenhandel seinen Anteil am Weltmarkt von knapp 9 Prozent stabilisieren.

Laut Nitschke wird der Außenhandel einen positiven Wachstumsbeitrag für die deutsche Wirtschaft leisten und gute Signale für den Arbeitsmarkt aussenden. "Auf den Punkt gebracht: Der Export ist und bleibt für Deutschland die Triebfeder des Wohlstandes."

Nachdem der DIHK-Außenwirtschafts-Chef die Umfrageergebnisse im Einzelnen erläutert hatte, sprach er auch die Themen Schweinegrippe und Protektionismus an.

Unter Verweis auf eine Blitzumfrage des DIHK bei den AHKs sagte Nitschke, die Schweinegrippe könne sich für den deutschen Außenhandel insgesamt zu einer Gefahr entwickeln. Wenn nicht überall höchste Hygienestandards eingehalten würden, drohten spürbare Beeinträchtigungen für die Weltwirtschaft. Schon jetzt gebe es beispielsweise Einschränkungen beim Handel mit landwirtschaftlichen Produkten in Argentinien oder Absagen von Messeteilnahmen in Deutschland.

Zudem betonte er, die Abkehr von protektionistischen Maßnahmen sei eine wichtige Voraussetzung für die Überwindung der Krise. Die schriftlichen Festlegungen der G20-Regierungschefs auf dem Weltfinanzgipfel im April müssten "deshalb strikt eingehalten werden", forderte Nitschke.

Sie finden das komplette Statement des DIHK-Außenwirtschafts-Chefs hier zum Download:

Statement Nitschke (PDF, 23 KB)

Die Umfrageergebnisse sind hier abrufbar:

AHK-Expertenindex 2009 | 2010 (PDF, 338 KB)

Wie die Schweinegrippe die Unternehmen im Ausland beeinträchtigt, erfahren Sie hier:

DIHK-Blitzumfrage zur Schweinegrippe (PDF, 34 KB)

Einen Überblick über die Anteile von Güterkategorien in verschiedenen Märkten können Sie sich hier verschaffen:

Grafik Güterkategorien 2008 (PDF, 11 KB)

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