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Liquiditätspolster in vielen Betrieben aufgezehrtDIHK legt Umfrageergebnisse vor(06.07.2010) Die Krise hat vielen Unternehmen deutlich vor Augen geführt, dass eine solide Liquiditätsplanung notwendig ist. Das geht aus einer Umfrage hervor, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) heute in Berlin veröffentlicht hat.
"Der Liquiditätsbedarf der Unternehmen steigt, weil die Betriebe im Aufschwung in Vorleistung gehen müssen und weil die Liquiditätspolster in vielen Betrieben nach der wirtschaftlichen Durststrecke aufgezehrt sind", betont DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier. Er warnt: "Je länger eine solch schwierige Situation anhält, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich für die Betriebe die Existenzfrage stellt". Nicht einmal jedes zweite Unternehmen kann seinen Liquiditätsbedarf derzeit aus dem Cash Flow decken – in der DIHK-Erhebung sahen sich nur 47 Prozent der Befragten dazu in der Lage. Viele Firmen (48 Prozent) greifen deshalb zur Finanzierung ganz oder zumindest teilweise auf bestehende Kreditlinien zurück. 18 Prozent der Unternehmen müssen neue Betriebsmittelkredite aufnehmen und dabei oft verschlechterte Konditionen in Kauf nehmen. Wer keine oder nur zu sehr schlechten Konditionen Kredite bekommt, dem bleibt oft nichts anderes übrig, als auf Reserven zurückzugreifen. 21 Prozent der befragten Firmen finanzieren sich derzeit aus ihrem Kapitalstock; 22 Prozent müssen sogar private Rücklagen einsetzen – in beiden Fällen kann ein weiterer Mittelschwund existenzbedrohend werden. Aber die Unternehmen haben aus der Krise gelernt. 58 Prozent sind nach eigenen Angaben bei der Liquiditätsplanung gut aufgestellt. 42 Prozent geben zwar an, noch nicht über ein fundiertes Liquiditätsmanagement zu verfügen, mehr als die Hälfte dieser Firmen plant jedoch ebenfalls die Einführung entsprechender Maßnahmen. Die Untersuchung "Liquiditätsplanung optimieren" steht hier zum Download bereit: | |
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