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Abmahnungen: Leidtragende sind vor allem kleine Firmen

DIHK-Rechtsexpertin Reppelmund in der "Märkischen Oderzeitung"

(28.07.2010) Gewerbetreibende, die auf ihrer Website gegen Handelsregeln verstoßen, werden vermehrt Opfer von "Abmahnanwälten". Darauf verweist Hildegard Reppelmund, Expertin für Wettbewerbsrecht beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

DIHK-Rechtsexpertin Hildegard Reppelmund Gegenüber der "Märkischen Oderzeitung" sprach Reppelmund von einem "lukrativen Geschäft". Schwarze Schafe nutzten die Unwissenheit vieler Geschäftsleute aus. Es habe Fälle gegeben, bei denen vermeintliche Wettbewerber gemeinsames Spiel mit Anwälten machten, um über Abmahnungen an Geld zu kommen, berichtet sie.

Aber auch Advokaten suchten sich für diese Masche gezielt Gewerbetreibende, so die DIHK-Expertin. Leidtragende seien vor allem kleine Firmen. "Abmahnungen können gerade für kleine Händler den Tod für deren Online-Geschäft bedeuten."

Die Zahl der jährlichen Abmahnungen gegen Firmen gehe in die Tausende, schätzt Reppelmund. Darunter seien zum Teil völlig überzogene Streitwerte. Sie empfiehlt Betroffenen, einen auf Wettbewerbsrecht spezialisierten Rechtsanwalt zu konsultieren oder sich bei den Industrie- und Handelskammern beraten zu lassen.

"Märkische Oderzeitung"  vom 28. Juli 2010,
www.moz.de

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