sp2009_txt

DIHK: Staukosten belasten Wirtschaft und Verbraucher

Martin Wansleben nennt Straßenausbau "unverzichtbar"

(21.04.2009) Die Staus auf deutschen Straßen kosten die Unternehmen hierzulande jährlich viele Millionen Euro. Das hat jetzt eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) ergeben.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben Demnach enstanden 2008 allein den 1.073 befragten Unternehmen aus dem Verkehrs- und Logistikbereich sowie aus dem produzierenden Gewerbe Staukosten in Höhe von 96,3 Millionen Euro – das sind im Durchschnitt etwa 90.000 Euro pro Unternehmen im Jahr.

Und diese Zahlen berücksichtigen nur die Zeiten, in denen LKW-Fahrer, Monteure oder Handelsvertreter während der Arbeitszeit im Stau stehen. Die verlängerten Fahrzeiten der Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit gehen nicht in die Berechnung ein.

"Staus sind nicht nur ärgerlich, sie belasten die Wirtschaft und die Bürger auch mit erheblichen Kosten. An einem Ausbau der Verkehrswege führt daher kein Weg vorbei", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der "Bild"-Zeitung.

Staus sind verlorene Arbeitszeit. Sie erschweren die Optimierung von Touren und können den Einsatz zusätzlicher Mitarbeiter und Fahrzeuge erfordern. "Wenn ein Unternehmer die Belieferung seiner Kunden mit 15 Fahrzeugen durchführen könnte, wegen der vielen Staus aber vier weitere Fahrzeuge anschaffen muss, entstehen ihm Mehrkosten von rund 25 Prozent", rechnet Wansleben vor.

Dies erhöht zwangsläufig die Preise für Güter und Dienstleistungen ein. So schaden Staus den Unternehmen im internationalen Wettbewerb, und sie belasten die Kunden mit zusätzlichen Kosten.

Diese Seite ist Bestandteil der Internetpräsentation des DIHK | Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.
Bei den angelinkten externen Seiten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte.
Der DIHK übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der angelinkten Seiten.