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"Ideologien helfen uns nicht weiter"

Hans Heinrich Driftmann in der "Neuen Osnabrücker Zeitung"

(24.06.2010) Nach der Vorstellung einer Studie, die erneut den großen Einfluss der sozialen Herkunft auf den Schulerfolg belegt hat, fordert Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), konkrete Maßnahmen ein.

Hans Heinrich Driftmann Die Länder sollten nach zehn Jahren halbherziger Schulreformen "endlich einen Masterplan" vorlegen, der tatsächlich die Qualität des Unterrichts verbessert und bei der Lehreraus- und -fortbildung ansetzt, sagte der DIHK-Präsident der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dazu bräuchte es speziell qualifizierte Sozialpädagogen, Psychologen, Schulmanager und Koordinatoren, die Kontakte nicht nur zu Betrieben, sondern auch zu Vereinen und Jugendhilfe pflegten.

"Ideologien helfen uns nicht weiter, und die gebetsmühlenartig vorgebrachte Rechtfertigung der Kultusminister, nur die Länderhoheit garantiere gute Schulen, wird mit jeder neuen Leistungsstudie weiter entkräftet", kritisierte Driftmann. Die Unternehmen müssten als Reparaturbetriebe ausbaden, was die Kulturminister mit unnützen Schulstrukturdebatten an Kraft und Zeit verpulvert hätten. Viele Jugendliche hätten dadurch große Schwierigkeiten, einen Ausbildungsplatz zu finden.

"Neue Osnabrücker Zeitung"  vom 24. Juni 2010,
www.neue-oz.de

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