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Reiseveranstalter sehen sich benachteiligt

DIHK-Umsatzsteuerexpertin Neugebauer in der "FAZ"

(23.11.2009) Die neue Regierung will den Mehrwertsteuersatz für Beherbergungsleistungen zwar wie geplant ab 2010 von 19 auf 7 Prozent senken, diskutiert aber, Nebenleistungen hiervon auszunehmen. In der Wirtschaft herrscht Verunsicherung.

Brigitte Neugebauer "Wir werden mit Abgrenzungsproblemen überrannt", berichtete Brigitte Neugebauer, Referatsleiterin Umsatzsteuer, Verfassungsrecht beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ"). "Viele wollen wissen, wie künftig das Brötchen, der Fernsehfilm und das Bier aus der Minibar eingestuft wird."

Doch verzeichne der DIHK nicht nur Anfragen, sondern auch Klagen. So wollten die Ferienhausvermieter und Campingplatzbetreiber ebenfalls den ermäßigten Mehrwertsteuersatz nutzen.

Und auch die Reiseveranstalter sehen sich laut Neugebauer benachteiligt: "Wenn die Mehrwertsteuer auf die Übernachtung sinkt, aber die Hotels ihre Preise nicht senken, dann haben sie teurer eingekauft." Die Vorsteuer, die sie für die Leistung des Hotels beim Finanzamt geltend machen könnten, sei künftig geringer, erläutert die Umsatzsteuerexpertin. Für die Reiseveranstalter ein empfindliches Minusgeschäft: "Sie befürchten, dass sie dies bei ihren geringen Margen nicht verkraften können."

"FAZ"   vom 20. November 2009,
www.faz.net

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