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DIHK: Osten kommt langsamer aus der Krise

Martin Wansleben in der "Leipziger Volkszeitung"

(15.03.2010) Auch wenn die Wirtschaft in Ostdeutschland recht glimpflich durch die Krise gekommen ist, erholt sie sich nach Erkenntnissen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) nun deutlich langsamer als im Westen.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben Nur 18 Prozent der Unternehmen in den neuen Ländern erwarteten derzeit bessere Geschäfte, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der "Leipziger Volkszeitung". Jeder vierte Betrieb im Osten rechne mit sinkenden Umsätzen. Im Rest der Republik dagegen überwiege inzwischen wieder die Zahl der Optimisten.

Der im Vergleich zu Westdeutschland geringere Industrieanteil und die größere Binnenorientierung hätten sich zwar zwischenzeitlich als Vorteil erwiesen, erläuterte Wansleben. So hätten die ostdeutschen Unternehmen ihre Lage im vergangenen Jahr positiver beurteilt als die im Westen. Doch sei dieser "Krisenvorteil" nur ein vorübergehendes Phänomen gewesen.

Einen wirtschaftlichen Nachteil für die neuen Bundesländer sieht der DIHK-Hauptgeschäftsführer in dem geringen Anteil der Exportindustrie, die sich im Westen wieder zum Zugpferd entwickelt. "Es zeigt sich erneut, dass wettbewerbsfähige industrielle Kerne entscheidend für eine positive wirtschaftliche Entwicklung sind", so Wansleben. "Sie ziehen unternehmensnahe Dienstleister mit und schaffen Kaufkraft für Konsumbranchen."

Insofern mache es Hoffnung, dass sich der Industrieanteil im Osten allmählich dem Westniveau annähere. Und auch für den Arbeitsmarkt gibt es günstige Prognosen: Laut DIHK sind die Beschäftigungsabsichten der Firmen in den neuen Ländern aktuell besser als im Bundesdurchschnitt.

"Leipziger Volkszeitung"   vom 13. März 2010,
www.lvz-online.de

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