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Frauenquote: Gesetzliche Regelungen helfen nicht weiter

DIHK-Präsident Driftmann in der "Welt"

(16.03.2010) Die Deutsche Telekom will mehr Managementposten mit Frauen besetzen. Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), bewertet das positiv. Von gesetzlichen Quoten hält er dagegen nichts.

Hans Heinrich Driftmann "Fakt ist, dass es noch zu wenige Frauen in Führungspositionen gibt", sagte Driftmann der Tageszeitung "Die Welt". "Ich finde es deshalb gut, wenn sich Unternehmensleitungen freiwillig dafür einsetzen, dies zu ändern."

Dies sei ein Zeichen für die Erkenntnis, "dass wir – nicht zuletzt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels – auf die Fähigkeiten gut ausgebildeter Frauen nicht verzichten können".

"Gesetzliche Regelungen helfen dagegen nicht weiter", betonte der DIHK-Präsident aber auch. Stattdessen gelte es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern. Nur dann könnten Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit relativ kurz gehalten werden und der zügige Wiedereinstieg nach der Elternpause funktionieren. "Das ist Voraussetzung dafür, dass der weitere Aufstieg auf der Karriereleiter gelingt", so Driftmann.

Die Organisation der Industrie- und Handelskammern (IHKs) setze sich engagiert für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein, berichtete der DIHK-Präsident. Als Beispiele nannte er das Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie und das Engagement der IHKs in den Lokalen Bündnissen für Familie vor Ort in den Regionen.

"Die Welt"   vom 16. März 2010,
www.welt.de

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