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Frauenquote: Auch die Rahmenbedingungen müssen stimmen

Hans Heinrich Driftmann in der "Augsburger Allgemeinen"

(15.06.2010) Dem Vorschlag der Bundesfamilienministerin, eine Frauenquote für die Führungsebene deutscher Unternehmen einzuführen, kann Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), wenig abgewinnen.

Hans Heinrich Driftmann "Gesetzliche - auch indirekte - Regelungen, um in fünf Jahren eine durchschnittliche Frauenquote von 20 Prozent zu erreichen, sind nicht sinnvoll", sagte Driftmann der "Augsburger Allgemeinen". Um den Anteil von Frauen in Top-Positionen zu erhöhen, müssten auch die Rahmenbedingungen stimmen. So seien etwa mehr und umfangreichere Betreuungsangebote für Kinder erforderlich.

Der DIHK-Präsident warnte: "Zudem ist in vielen Bereichen nicht gewährleistet, dass genügend qualifizierte Bewerberinnen zur Verfügung stehen." Gerade für die naturwissenschaftlich-technischen Berufe müssten mehr Frauen gewonnen werden.

"Ansonsten geht auch eine Quote ins Leere", sagte Driftmann. Er stellte aber klar: "Die Zahl von Frauen in Führungspositionen in Firmen ist in Deutschland unbestreitbar zu niedrig."

"Augsburger Allgemeine"  vom 15. Juni 2010,
www.augsburger-allgemeine.de

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