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Beitragserhöhungen wären das Gegenteil einer tragfähigen ReformHans Heinrich Driftmann in der "Rheinpfalz am Sonntag"(05.07.2010) Gegen eine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge hat sich Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), gewandt. Stattdessen solle die Regierung am Modell der Gesundheitsprämie festhalten.
Um das Gesundheitssystem insgesamt zu stabilisieren, müssten die Versicherten größere Eigenverantwortung übernehmen, sagte Driftmann. Darüber hinaus forderte er mehr Transparenz im Gesundheitswesen. Die anfallenden Behandlungskosten müssten für die Patienten ersichtlich sein. Auch sollte ein Mindestleistungskatalog festlegen, was die Kassen künftig noch zu erbringen hätten. Wer ein teureres Angebot wolle, müsse das mittels Zuzahlung in Anspruch nehmen können. Zudem sei auch in der gesetzlichen Krankenversicherung eine schrittweise Überführung des Sachleistungs- in ein Kostenerstattungsprinzip sinnvoll. Nach Einschätzung des DIHK wächst die Bereitschaft der Menschen, sich auch über die Versicherungsbeiträge hinaus finanziell stärker für ihre Gesundheit zu engagieren. Die Ausgaben für den zweiten Gesundheitsmarkt liegen im zweistelligen Milliardenbereich und steigen seit 2006 jährlich um rund sechs Prozent. Die Branche beschäftigt mehr als fünf Millionen Mitarbeiter, die im Jahr Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 200 Milliarden Euro generieren. Bis 2050 sollen jährlich 100.000 Beschäftigte hinzukommen.
"Rheinpfalz am Sonntag" vom 4. Juli 2010, |
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