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"Nächstes Jahr kann es noch einmal schwierig werden"

DIHK-Finanzierungsexpertin Alexandra Böhne in der "SZ"

(30.12.2009) Damit, dass die Zahl der Firmeninsolvenzen im kommenden Jahr weiter ansteigen wird, rechnet Alexandra Böhne, Referatsleiterin Unternehmensfinanzierung beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

Alexandra Boehne Rund 340.000 Unternehmen sind nach Berechnungen des Verbandes der Vereine Creditreform im auslaufenden Jahrzehnt in die Insolvenz gegangen. Dabei wurden 2009 besonders viele große Unternehmen zahlungsunfähig, neben dem Handels- und Touristikkonzern Arcandor beispielsweise auch der Discounter Woolworth Deutschland oder Automobilzulieferer Karmann.

Dennoch: "Durch die Liefer- und Konsumkette sind von diesen Insolvenzen auch viele kleine Unternehmen betroffen", sagte Alexandra Böhne der "Süddeutsche Zeitung" ("SZ"). Sie schätzt, dass dieser Trend auch in den kommenden Monaten anhalten wird.

"Nächstes Jahr kann es noch einmal schwierig werden", so die DIHK-Finanzierungsexpertin. "Bei vielen Unternehmen ist kaum noch Liquidität vorhanden, sie mussten bereits auf Rücklagen zurückgreifen und habe diese aufgezehrt." Obwohl die Auftragszahlen wieder steigen, hätten die meisten Unternehmen Schwierigkeiten, die Aufträge vorzufinanzieren.

Die Creditreform-Statistiker rechnen laut "SZ" für 2010 mit 38.000 bis 40.000 Insolvenzen. Böhne schätzt, dass dies vor allem Mittelständler und Industrieunternehmen betrifft, die unter Einbrüchen bei den Exporten leiden.

"Süddeutsche Zeitung"   vom 29. Dezember 2009,
www.sueddeutsche.de

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