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Firmenfinanzierung bleibt Achillesferse im AufschwungGastbeitrag von Martin Wansleben in der "Börsen-Zeitung"(11.03.2010) Warum die Kreditversorgung der Betriebe jetzt höchste Priorität haben muss, schilderte vor dem Kreditgipfel Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), in einem Artikel in der "Börsen-Zeitung".
"Unternehmen, die für die kommenden Monate höhere Exporte erwarten und zusätzliche Investitionen planen, sehen als Hauptrisiko des Aufschwungs 'Finanzierungsprobleme'. Dies zeigt die aktuelle Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags ganz deutlich. Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir am Ball bleiben und immer wieder fragen: Reichen die bisherigen Maßnahmen aus? Wie können wir noch helfen? Darum wird es auch beim Spitzentreffen zur Unternehmensfinanzierung von Politik, Unternehmen, Wirtschafts- und Bankenverbänden morgen im DIHK gehen. Alle, die dort um einen Tisch sitzen, wollen vor allem eins: verhindern, dass eine breite Kreditklemme den zarten Aufschwung ausbremst. Fakt ist: In Deutschland gibt es nach wie vor zwar keine flächendeckende Kreditklemme, aber immer noch sehen sich insgesamt 28 Prozent der Unternehmen Finanzierungsschwierigkeiten gegenüber. Gerade bei den mittelständischen Unternehmen haben sich die Probleme sogar verfestigt. Aktuell berichten uns 25 Prozent von verschlechterten Kreditkonditionen im Vergleich zum Vorjahr. Sie müssen also höhere Zinsen zahlen oder mehr Sicherheiten beibringen. Das ist nur ein Prozentpunkt weniger als noch vor vier Monaten – trotz anziehender Konjunktur. Bei 3 Prozent der Unternehmen werden Kredite oder Kreditverlängerungen abgelehnt, das klingt nicht viel und bewegt sich auch im Rahmen der Werte der vergangenen Jahre, entspricht aber hochgerechnet doch bis zu 100.000 Gewerbetreibenden. Damit geht es um eine nicht zu vernachlässigende Größe. Die Antworten der Unternehmen in der Umfrage belegen, dass wir uns bei der Finanzierung noch auf dünnem Eis bewegen. Denn angesichts der erst wieder langsam in Gang kommenden Investitionstätigkeit war die Kreditnachfrage in den vergangenen Monaten eher zurückhaltend. Dass in diesem Umfeld aber immer noch so viele Unternehmen von ausgeprägten Finanzierungsschwierigkeiten berichten, bereitet mit Blick auf die kommenden Monate Sorge. Denn im Zuge der absehbaren weiteren Konjunkturbelebung werden deutlich mehr Unternehmen Kredite nachfragen, um Aufträge vorzufinanzieren. Stoßen die Betriebe dabei an Liquiditäts- und Finanzierungsgrenzen, könnte ein nachhaltiger Aufschwung gefährdet sein. Deshalb hat gerade jetzt die Sicherung der Kreditversorgung der Unternehmen höchste Priorität." "Börsen-Zeitung" vom 10. März 2010, |
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