And the winners are ...: Preisverleihung am 8. Oktober in Berlin
Sieger: Deutsche Post, diffferent, Metro – Sonderpreis für Bosch
Der Initiativpreis, die gemeinsame Auszeichnung von Otto Wolff-Stiftung, Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und "Wirtschaftswoche", wurde zum 15. Mal verliehen.
Der siebenköpfigen Jury um ihren Vorsitzenden Professor Dr. Utho Creusen war die Wahl erneut schwer gefallen. Die Qualität der Konzepte, die in die Endrunde der letzten sechs einziehen konnten, war so gut, dass wie im Vorjahr kein Hauptpreis, sondern drei gleichwertige Preise vergeben wurden. Zusätzlich verlieh die Jury diesmal einen Sonderpreis.
Hier die Gewinner:
Deutsche Post: Trainingscenter mit vier Stockwerken
"House of Finance" heißt eine finanzorientierte Bildungs- und Trainingsplattform bei der Deutschen Post. In diesem virtuellen Haus gibt es spezielle Stockwerke mit Fachthemen für Finanzmanager, aber auch allgemein zugängliche Bereiche. Mentoren übernahmen Schirmherrschaften und Verantwortung für die einzelnen Themen. Der Vorstand wurde aktiv mit eingebunden. Die Initiative zeichnet sich durch die hohe Akzeptanz bei den Zielgruppen und seine Professionalität aus.
diffferent: Einfach anders
"K2", die Initiative der Berliner Unternehmensberatung diffferent, steht für "Kompetenz und Kommunikation – mitarbeiterorientierter interner und externer Kompetenzaufbau". Ziel: Durch die Kunden- und Projektarbeit sammelt sich tagtäglich neues Wissen an, das für jedermann nutzbar gemacht werden sollte.
Jetzt hat beispielsweise eine "Fünf-Minuten-Empfehlung" einen festen Platz im Wochenplan: Jeden Montag hat ein Mitarbeiter die Möglichkeit, die Kollegen auf einen neuen Artikel oder ein aktuelles Fachbuch hinzuweisen. Außerdem gibt es monatlich interne Schulungen und sogenannte Schulterblicke. Dazu präsentieren Teams interessante Projekte und tauschen sich über neue Erkenntnisse aus. Allen Mitarbeitern wurde eine Wissensdatenbank zur Verfügung gestellt.
Metro: Chancen für lernbehinderte Jugendliche
Die Initiative "VAMB – Verzahnte Ausbildung der Metro Group mit den Berufsbildungswerken" gibt jungen Lernbehinderten die Möglichkeit, eine Ausbildung in einem Handelsberuf zu absolvieren. Teile ihrer Ausbildung wurden nicht, wie sonst bei Behinderten üblich, im Berufsbildungswerk, sondern direkt in den Märkten der Metro absolviert. Schule und Ausbildung wurden verzahnt, auch die Ausbilder lernten, mit Behinderten umzugehen. Das Projekt trug damit auch zur Förderung der sozialen Kompetenz der "normalen" Mitarbeiter bei.
Bosch: Sonderpreis für technikbegeisterte Kids
Das Wissensfabrik-Projekt "Frühkindliche Förderung – Neue Wege in der Ausbildung" ist die Bildungspartnerschaft von Bosch und einer Kindertagesstätte in Stuttgart. Deutschland braucht mehr Ingenieure, deshalb soll das Interesse von Kids an naturwissenschaftlich-technischen Fragestellungen frühzeitig geweckt werden.
Das Projekt fördert den spielerischen Kontakt der Kleinen mit Naturwissenschaften und Technik. Die Kinder werden von Bosch-Auszubildenden etwa beim Bau von Holzfahrzeugen angeleitet, sie lernen Werkzeuge kennen und entwickeln handwerkliches Geschick zum Beispiel im Sägen, Schleifen, Bohren und Feilen.
Alle Gewinner des Initiativpreises Aus- und Weiterbildung 2007 erhielten als Anerkennung die gläsernen Pyramiden. Die Ehrung fand im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin statt. Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dagmar G. Wöhrl, sprach das Grußwort.
