Industriebetriebe wollen 60.000 neue Jobs schaffen
DIHK veröffentlicht Umfrage 2011 | 2012
(27.12.2011) "Die Industrie bleibt 2012 Taktgeber bei den Investitionen in Deutschland." Das geht nach Worten von Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), aus dem jüngsten Branchenreport des DIHK hervor.
"Fast jedes dritte Unternehmen will mehr investieren", berichtete Driftmann der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" von den Ergebnissen der DIHK-Umfrage, in die rund 9.000 Antworten von Industriebetrieben eingegangen sind.
Die Investitionspläne beträfen vor allem den Kapazitätsausbau –"ein Zeichen für das Vertrauen der Unternehmen in den Industriestandort Deutschland", so Driftmann.
Darüber hinaus wolle die Industrie auch im kommenden Jahr neue Mitarbeiter einstellen, erläuterte der DIHK-Präsident, "wenngleich mit gedrosseltem Tempo". Jedes fünfte Industrieunternehmen wolle seine Belegschaft aufstocken; besonders hoch sei die Einstellungsbereitschaft in der Metall- und Elektroindustrie. Nach Einschätzung des DIHK werden im kommenden Jahr in der Industrie rund 60.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.
Der DIHK-Industriereport 2010 | 2011 verdeutlicht allerdings auch, dass die europäische Schuldenkrise vor allem die Exportaussichten der Unternehmen dämpft. Gleichzeitig sind von der Inlandsnachfrage nur wenige Impulse zu erwarten. Zusammen mit der Sorge um steigende Energie- und Rohstoffpreise drückt dies die Erwartungen der Unternehmen.
Trotz der konjunkturellen Verlangsamung zeigt sich die Industrie robust. Der DIHK erwartet für 2012 einen Anstieg der Industrieproduktion um 0,5 Prozent – das entspricht der Hälfte des für die Gesamtwirtschaft prognostizierten Zuwachses.
Die kompletten Ergebnisse der Erhebung stehen rechts oben zum Download bereit.

