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Eine Hightech-Wirtschaft braucht eine Hightech-Verwaltung

Um die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland sicherzustellen, gilt es auch, die Rahmenbedingungen für eine Wirtschaft 4.0 hierzulande zu verbessern. Angesichts der vielen Schnittstellen zu den Unternehmen muss die digitale Transformation in der Verwaltung mit der in den Betrieben Schritt halten.

Für Unternehmen ist eine leistungsfähige und serviceorientierte Verwaltung ein wichtiger Standortfaktor. Sie sollte daher effektiv funktionieren, einen angemessenen Leistungsumfang bieten, Innovationen zulassen und diese fördern. Durch ein echtes wirtschaftsorientiertes E-Government kann die Verwaltung Unternehmen erheblich von Bürokratiekosten entlasten und ihnen die Nutzung von Verwaltungsleistungen erleichtern. So werden Prozesse zwischen Verwaltungen und Unternehmen beschleunigt.

Ein einfaches "Weiter so" beim E-Government reicht nicht. Der Erfolg bisheriger E-Government-Projekte wurde durch uneinheitliche Lösungskonzepte und durch Defizite im Projektmanagement, in der Standardisierung, aber auch in der konkreten Umsetzung der Anwendungen gemindert. Die Wirtschaft braucht eine zentrale Anlaufstelle, einen "Single Point of Contact", über die Verwaltungsebenen hinweg. Gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern ist es, die zahlreichen bestehenden Ansätze zu konsolidieren und schnell in einem gemeinsamen Projekt umzusetzen.

Das 2017 beschlossene Onlinezugangsgesetz (OZG) gibt ein klares Ziel vor: Bis Ende 2022 müssen alle geeigneten Verwaltungsleistungen von Bund und Ländern online bereitgestellt und im übergreifenden Portalverbund nutzbar sein. Ein wesentlicher Baustein der Portale sollten sichere, europarechtskonforme Identifizierungs- und Transaktionsmechanismen sein.

Die spezifischen Anforderungen von Unternehmen sollten bei der Gestaltung des Portalverbundes berücksichtigt werden. So verfügen Unternehmen bereits über eine eigene IT-Landschaft (beispielsweise CRM- und ERP-Systeme, Identifizierungsmechanismen, E-Rechnung). Nun gilt es, diese intelligent mit der Verwaltung zu vernetzen. Digitale Verwaltungsangebote können nicht parallel dazu aufgebaut, sondern müssen über offene und standardisierte Schnittstellen angebunden werden.

Wichtig wäre, dass Bürger und Unternehmen der Verwaltung möglichst viele Standardinformationen nur noch einmal mitteilen müssen (once only). Deren Aufgabe bestünde dann darin, die Informationen datenschutzkonform untereinander auszutauschen. Ein Mehrwert beim E-Government kann nur entstehen, wenn Verwaltungen in Bund, Ländern und Kommunen sowie innerhalb der EU stärker zusammenarbeiten und ihr Vorgehen über Ressortgrenzen hinweg enger abstimmen. Das OZG räumt dem Bund weitergehende Entscheidungsrechte ein.

So kann dieser für die Ausführung von Bundesgesetzen künftig in Abstimmung mit dem IT-Planungsrat die Verwendung bestimmter IT-Komponenten verbindlich vorgeben und Standards festlegen. Daraus ergeben sich Chancen, die konsequent genutzt werden sollten.

In seinem Positionspapier "Hightech-Verwaltung für den Hightech-Standort Deutschland", das rechts oben zum Download bereitsteht, macht der DIHK Vorschläge für ein wirtschaftsorientiertes E-Government. An der Umsetzung sollten alle Beteiligten gemeinsam arbeiten. Die IHKs begleiten in ihren Bundesländern die Einführung von E-Government-Gesetzen und -Lösungen und setzen diese in ihrem eigenen Verantwortungsbereich um.

 

DIHK-Positionspapier

Cover DIHK-Positionspapier E-Government: "Hightech-Verwaltung für den Hightech-Standort Deutschland"Wie "Hightech-Verwaltung für den Hightech-Standort Deutschland" aussehen sollte, skizziert der DIHK in seinem gleichnamigen
Positionspapier E-Government (PDF, 598.0 kB)

Film ab für die "E-Vergabe"

Zum Thema "Elektronische öffentliche Auftragsvergabe" hat der DIHK im November 2015 ein Video veröffentlicht. Der Filmbeitrag ist abrufbar unter der Adresse www.dihk.de/e-vergabe.
Illu zum DIHK-Video E-Vergabe 

Links

  • De-Coda
    Die De-Coda GmbH koordiniert die Aktivitäten der deutschen IHK-Organisation rund um das Thema der qualifizierten elektronischen Signatur.
    www.de-coda.de
  • IT-Planungsrat
    Nach Inkrafttreten des Staatsvertrags zur Ausführung von Artikel 91c Grundgesetz (IT-Staatsvertrag) zum 1. April 2010 hat der IT-Planungsrat seine Arbeit aufgenommen. Über seine konkreten Aufgaben informiert die Website der IT-Beauftragten der Bundesregierung:
    www.cio.bund.de