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Tourismusbranche 2018 weiter im Aufwind

DIHK stellt aktuellen Branchenreport vor

Der Ausnahmesommer 2018 verschaffte der deutschen Tourismuswirtschaft unverhofft gute Gästezahlen; getrübt wird die Stimmung in der Branche aber von der großen Herausforderung des Fachkräftemangels. Der DIHK hat im September Zahlen veröffentlicht.

Cover DIHK-Tourismusumfrage Frühjahr/Sommer 2018

"Die Branche befindet sich insgesamt im Aufwind", fasst der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks die Ergebnisse der DIHK-Tourismusumfrage Frühjahr/Sommer 2018 zusammen. Die Erhebung beruht auf gut 4.500 Antworten, die die 79 Industrie- und Handelskammern bei ihren Mitgliedsunternehmen eingeholt haben.

Erstmals wurden dabei auch Ergebnisse für die Messe- und Kongresswirtschaft (Meetings, Incentives, Congress, Events, kurz "MICE"), für die Freizeitwirtschaft (Kunst, Unterhaltung, Erholung) und für die Verkehrsbranche mit aufgenommen. Zum Großteil handelt es sich bei den einbezogenen Unternehmen jedoch wie bislang um Betriebe aus dem Gastgewerbe und um Reisevermittler.

Letztere hätten die "Krisenjahre überwunden", berichtet Dercks, sie zeigten sich optimistischer als in den Vorjahren. Nur im Gastgewerbe sei die Stimmung in der Sommersaison schlechter gewesen als 2017. "Insbesondere in den Küstenregionen rechneten die Unternehmen zunächst mit rückläufigen Geschäften", so der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Der Supersommer 2018 führt aber dazu, dass die Zahl der Urlauber über den ursprünglichen Erwartungen liegt und die Branche mehr als zufrieden ist."

Auf Wachstumskurs befindet sich auch das Business-Geschäft. Entsprechend überdurchschnittlich ist der Optimismus bei Messe-, Ausstellungs- und Kongressanbietern.

Dercks: "Die positive Entwicklung im MICE-Sektor wirkt sich vor allem in den Großstädten auch positiv auf die Nachfrage nach anderen touristischen Leistungen aus. Dort sind die Erwartungen der gastgewerblichen Betriebe deshalb – entgegen dem Gesamttrend – höher als im Vorjahr."

Obwohl sich die Tourismusbranche also insgesamt über gute Gästezahlen freuen kann, steht insbesondere das Gastgewerbe vor der Herausforderung, geeignetes Personal zu finden: Im Fachkräftemangel sehen mittlerweile sieben von zehn Gastbetriebe ein Risiko für ihre Geschäftsentwicklung.

"Die angespannte Arbeitskräftesituation kann deshalb in den nächsten Jahren immer mehr zur Wachstumsbremse für den Deutschlandtourismus werden", warnt Dercks. "Nicht nur die Unternehmen müssen sich hier engagieren, auch die Politik sollte die richtigen Weichen stellen." So gelte es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch mehr Betreuung für Grundschüler zu verbessern und auch die Beschäftigung ausländischer Fachkräfte weiter zu vereinfachen.

Die DIHK-Tourismusumfrage "Reisemittler optimistisch für Sommersaison – Gastgewerbe mit verhaltenen Aussichten" steht rechts oben zum Download bereit.