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"Demokratie und Rechtsstaat sind Basis der Sozialen Marktwirtschaft"

DIHK-Präsident hebt Wert der Willkommenskultur hervor
Multiethnischer Handshake von unten

Gemeinsam können alle mehr erreichen

© PeopleImages / iStock / Getty Images Plus

Auf die große Bedeutung von Weltoffenheit und Toleranz für das auf Zusammenarbeit, Kreativität und Freiheit ausgelegte deutsche Wirtschaft- und Gesellschaftsmodell hat jetzt Peter Adrian, Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), hingewiesen.

Vollversammlung November 2023 Podium

Peter Adrian

© DIHK / Marko Priske

Vor dem Hintergrund aktueller politischer Diskussionen hob Adrian gegenüber den Zeitungen der "Rheinische Post"-Gruppe den hohen Stellenwert von Demokratie und Rechtsstaat als "Basis für die Soziale Marktwirtschaft und unseren Wohlstand" hervor. "In der Migrationsfrage können und müssen Politik und Gesellschaft um unterschiedliche Positionen und Lösungsansätze ringen – aber extremistische Hetze, Fremdenfeindlichkeit oder gar Gewalt gegen Menschen verbieten sich grundsätzlich und immer."

Deutschland als Standort zum Arbeiten und Leben attraktiv machen

Auch mit Blick auf den Fachkräftemangel warnte Adrian: "Nur wenn sich engagierte Menschen aus aller Welt bei uns wohlfühlen, werden sie zu uns kommen, und nur so sind wir dauerhaft als Standort zum Arbeiten und Leben attraktiv."

Die Suche nach geeigneten Mitarbeitenden sei mittlerweile für Unternehmen quer durch alle Branchen eine der größten Herausforderungen, so der DIHK-Präsident. Neben dem Arbeitskräftepotenzial in Deutschland seien Unternehmen immer mehr auf Fach- und Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen. "Deutschland braucht eine Willkommenskultur", stellte Adrian klar. Dies beinhalte unkomplizierte Verfahren, müsse aber vor allem auch gesellschaftlich gelebt werden.

Extremen Positionen den Wind aus den Segeln nehmen

Die deutsche Wirtschaft sei international so vernetzt wie kaum eine andere, gab der DIHK-Präsident zu bedenken. Der Austausch und Handel mit anderen Ländern sei ein Erfolgsgarant. "Es macht mir persönlich deshalb Sorgen, wenn extreme Positionen so im Aufwind sind. Nährboden für Populismus ist oft, dass die Antworten der Politik auch von Unternehmerinnen und Unternehmern als unzureichend und alltagsfern wahrgenommen werden – nicht nur bei Fragen der Migration, sondern auch in manchen anderen Politikfeldern."

Deshalb sei es "notwendig, dass die Politik Veränderungen erklärt, Reformen angeht und klare Antworten gibt – und damit extremen Positionen den Wind aus den Segeln nehmen kann".

Bereits Ende 2018 hatte die DIHK-Vollversammlung die DIHK-Resolution #GemeinsamWeltoffen verabschiedet. Hier finden Sie das Papier "Mit einem positiven Zukunftsbild gegen teils diffuse Ängste".

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Porträtbild Dr. Stefan Hardege, Referatsleiter Fachkräftesicherung, Arbeitsmarkt, Zuwanderung
Dr. Stefan Hardege Referatsleiter Fachkräftesicherung, Arbeitsmarkt, Zuwanderung

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Ohlig, Dominik_WEB
Dominik Ohlig Pressesprecher