Pfadnavigation

"Überbrückungshilfe IV mit Hochdruck umsetzen"

DIHK-Präsident Adrian zu den neuen Corona-Maßnahmen
Mann wird auf Nachweis kontrolliert

Herausforderung Zugangsregelungen: Die Kontrolle des 2G-Status wird viel Personal binden

© jacoblund / iStock / Getty Images Plus

Die aktuellen Bund-Länder-Beschlüsse zum weiteren Umgang mit der Covid-19-Pandemie werden nach Einschätzung von Peter Adrian, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), einige Branchen hart treffen. Deshalb müssten die Wirtschaftshilfen für Unternehmen sehr schnell angepasst werden.

Der DIHK-Präsident hält es für "ein wichtiges Signal", dass mit den Corona-Beschlüssen vom 2. Dezember "ein erneuter Lockdown für den größten Teil der Wirtschaft verhindert wird". Die neuen Regeln bedeuteten für viele Unternehmen jedoch mehr Aufwand und höhere Kosten bei niedrigeren Einnahmen. 

2G bindet Personal und senkt Kundenfrequenz

"Dort, wo 2G bereits in Handel und Gastronomie gilt, berichten gerade kleinere Geschäfte von wegbleibenden Kunden und praktischen Umsetzungsproblemen", so Adrian, "auch, weil die Kontrolle der Impfzertifikate viel Personal bindet." 

Er geht davon aus, dass die Impf- und Testregeln die Kundenfrequenz gerade im Konsumbereich dämpfen werden. "Das gilt etwa für den Einzelhandel, für Restaurants und viele persönliche Dienstleistungen. Noch stärker sind Unternehmen betroffen, die ihre Tätigkeiten jetzt wieder komplett einstellen müssen. Die Verlängerung der Corona-Wirtschaftshilfen ist angesichts der geltenden Einschränkungen deshalb eine folgerichtige und wichtige Entscheidung."

"Impfungen bleiben der Schlüssel"

Gerade Schausteller und Markthändler benötigten jetzt rasch Hilfe, betont der DIHK-Präsident. "Viele verlieren gerade einen Großteil ihres Jahresumsatzes. Die Überbrückungshilfe IV, mit der unter anderem Vorbereitungskosten kompensiert werden können, sollte daher mit Hochdruck umgesetzt und beantragbar gemacht werden", so Adrian. "Darüber hinaus bleiben Impfungen der Schlüssel, um die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen dauerhaft in den Griff zu bekommen. Für den Fall, dass die beschlossenen Maßnahmen nicht greifen, zeichnet sich auch in der Wirtschaft eine klare Mehrheit für eine gesetzliche Impfpflicht ab."

Peter Adrian sitzt an einem Tisch mit einem geöffneten Dokument

DIHK-Präsident Peter Adrian

© Werner Schuering

Kontakt

Porträtbild Judith Fellinger, Referatsleiterin Digitale Kommunikation im AHK-Netz
Julia Fellinger Pressesprecherin