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Adrian: Omikron bringt Herausforderung für Wirtschaft in ganzer Breite

DIHK-Präsident für Quarantäneverkürzung – falls medizinisch verantwortbar
Lkw wird im Regen entladen

Die jüngste Entwicklung in der Corona-Pandemie könnte zu Versorgungslücken führen

© sykono / iStock / Getty Images Plus

Angesichts der rasanten Verbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante spricht sich Peter Adrian, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), dafür aus, die vorgeschriebene Quarantänedauer zu verringern. Denn der flächendeckende Ausfall von Fachkräften könne Wirtschaft und Gesellschaft schwer treffen.

Die Kurve der Corona-Neuinfektionen geht auch in Deutschland inzwischen steil nach oben. Nach Zahlen des Robert Koch-Institutes (RKI) liegt die Inzidenz inzwischen im mittleren dreistelligen Bereich – wobei weiterhin von einer Untererfassung wegen der Feiertage ausgegangen wird.

Der Anteil der Omikron-Variante hat sich innerhalb der vergangenen Woche verdreifacht. Vor allem diese Entwicklung, ihre Folgen und mögliche Gegenmaßnahmen sind Thema beim Bund-Länder-Treffen am kommenden Freitag. Auf dem Tisch liegt bei der nächsten Ministerpräsidenten-Konferenz auch, was in Nachbarländern bereits gilt: eine mögliche Verkürzung der Quarantänedauer.

DIHK-Präsident warnt vor massivem Personalausfall

"Wenn die zu erwartende Omikron-Welle auch nach Deutschland überschwappt, wird das durch einen flächendeckenden Ausfall vieler Beschäftigten schnell zu einer Herausforderung für die Wirtschaft in ihrer ganzen Breite – und damit für die Gesellschaft", erläutert Adrian.

Denn schon nach wenigen Tagen werden unzählige Betriebe und Branchen faktisch Teil der kritischen Infrastruktur.

DIHK-Präsident Peter Adrian

"Sollte beispielsweise die Produktion von Spritzen oder anderen medizinischen Materialien nur noch eingeschränkt möglich sein, wären weitere Impffortschritte in Frage gestellt", so der DIHK-Präsident.

Aber auch die Verbraucherinnen und Verbraucher könnten nach seiner Einschätzung die Auswirkungen sehr schnell an den leeren Regalen der Supermärkte spüren, sollten beispielsweise die Produktion und regelmäßige Lieferung von Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs flächendeckend stocken.

Adrian: Mit Quarantäneverkürzung Wirtschaft am Laufen halten

"Wenn die Gesundheitsexperten uns sagen, dass es medizinisch verantwortbar ist, dann wäre eine Verkürzung der Quarantänepflicht also ein wichtiger Baustein, die Wirtschaft und das Alltagsleben in Deutschland wo immer möglich am Laufen zu halten", sagt der DIHK-Präsident.

Weitere aktuelle Informationen zum Thema Corona finden Sie in unserem Corona-Dossier und auf der Website Ihrer IHK.

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Dr. Philipp Wien Referatsleiter Gesundheitswirtschaft

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