Pfadnavigation

Adrian: Ukraine-Handel braucht Klarheit über Absicherung

Wirtschaftsforum zur Zukunft des Landes
Deutsch-Ukrainisches Wirtschaftsforum

Zu den Rednern der Konferenz zählten unter anderem (v.l.) Peter Adrian, Olaf Scholz, Denys Shmyhal und Robert Habeck

© DIHK / Jens Schicke

Als ein "wichtiges Signal an die Menschen in der Ukraine" wollte Peter Adrian, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), das 5. Deutsch-Ukrainische Wirtschaftsforum verstanden wissen, bei dem sich am 24. Oktober in Berlin trotz der andauernden Kriegshandlungen alles um den Wiederaufbau drehte.

Die Konferenz, die der DIHK gemeinsam mit dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA), der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer (AHK Ukraine), dem Ministerkabinett der Ukraine, der Botschaft der Ukraine in Deutschland und UkraineInvest organisiert hatte, sollte laut Adrian zeigen: "Viele unserer Unternehmerinnen und Unternehmer stehen bereit, den Wiederaufbau des Landes tatkräftig zu unterstützen. Wirtschaft ist ein unverzichtbarer Bestandteil der europäischen Integration der Ukraine."

Die hochkarätige Beteiligung beider Regierungen – zu Gast waren unter anderem Bundeskanzler Olaf Scholz, der ukrainische Premierminister Denys Schmyhal, Vizekanzler Robert Habeck, die ukrainische Vize-Premierministerin Yulia Svyrydenko, Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze sowie weitere Regierungsmitglieder und CEOs beider Länder – unterstreiche, "wie eng hier Wirtschaft und Politik zusammenarbeiten", so Adrian.

Besonderes Augenmerk für die Infrastruktur

"Wir brauchen schnellstmöglich Klarheit, wie der Handel mit in der Ukraine dringend benötigten Produkten abgesichert werden kann", mahnte er in Berlin. "Dazu gehören unter anderem Produkte des täglichen Bedarfs, der Medizintechnik und der Gesundheitswirtschaft insgesamt. Ein besonderes Augenmerk muss dabei auf Güter für die Instandsetzung der zerstörten Infrastruktur im Bereich Energie-, Strom- und Wasserversorgung gelegt werden. Unabdingbar dafür ist, dass die Transportwege gesichert und möglichst bürokratiefrei nutzbar sind."

Der DIHK-Präsident zeigte sich überzeugt: "Für einen wirklichen Wiederaufbau der Ukraine bedarf es eines belastbaren Kapitalfonds durch die internationale Geber-Gemeinschaft. "Damit ein solcher Fonds erfolgreich funktioniert, ist ein hohes Maß an Transparenz und Beteiligungsmöglichkeit nach modernen Standards erforderlich."

Kontakt

Porträtfoto Katharina Wittke
Katharina Wittke Referatsleiterin Ost- und Südosteuropa, Zentralasien

Kontakt

Porträtfoto Thomas Renner
Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst

Krise | Russland | Ukraine | Wirtschaftssanktionen

Der russische Krieg in der Ukraine hat auch enorme Folgen für die deutsche Wirtschaft. Das beginnt bei der Energieversorgung und reicht über eine neuerliche Beeinträchtigung von Lieferketten bis hin zum Thema Cybersicherheit. Gleichzeitig engagieren sich die Unternehmen stark für die Geflüchteten aus der Ukraine. In unserem Dossier zum Thema haben wir aktuelle Nachrichten, Infos und Serviceadressen, hilfreiche Links sowie Zahlen und Daten für Sie zusammengestellt.