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AG Mittelstand: Vorfahrt für Wachstum und Innovation in der EU

Verbände richten Appell an Kommissionspräsidentin von der Leyen
von der Leyen Davos

Kurz vor ihrer Rede in Davos erhielt Ursula von der Leyen Post vom deutschen Mittelstand

© European Union, 2022

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zugesichert, die "gesamte wirtschaftliche Macht" der EU zu mobilisieren. Doch die ist nach Einschätzung der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand zunehmend in Gefahr. In einem gemeinsamen Positionspapier rufen die Verbände dazu auf, den Betrieben Bürokratie und vermeidbare Belastungen zu ersparen.

Die Unternehmen in Deutschland befinden sich in einem mehrfachen Krisenmodus: Die Corona-Pandemie mit ihren Folgen ist noch nicht überwunden, da zehren die Folgen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine – massive Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen, unterbrochene Lieferketten und steigende Inflation – zusätzlich an der Substanz vieler Betriebe. Hinzu kommen weitere Lieferengpässe aufgrund des weitreichenden Lockdowns in China.

Die zehn in der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand zusammengeschlossenen Wirtschaftsverbände, darunter der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, sehen Investitionen und Wachstum in Europa "unmittelbar in Gefahr", wie sie in einem Brief an Kommissionspräsidentin von der Leyen, Ratspräsident Charles Michel und Europaparlamentspräsidentin Roberta Metsola betonen.

Konzentration auf die wesentlichen Themen

Die deutsche Wirtschaft trage die Sanktionen gegen Russland mit, so die Verbände. Jedoch verlangten die neuen globalen Gegebenheiten den Unternehmen einiges ab. Angesichts der aktuell unsicheren Energieversorgung erfahre Europa "eine bislang so nicht gekannte Schwächung". Um trotz dieser Herausforderungen an der notwendigen Transformation zur Klimaneutralität festzuhalten, rät die Arbeitsgemeinschaft gerade der Politik auf europäischer Ebene, sich noch stärker als bislang auf die wesentlichen Themen zu konzentrieren.

Mehr Zeit, weniger Bürokratie

Ihr Appell an die politische Führung Europas: "Ermöglichen Sie den Betrieben und Unternehmen in Deutschland diese notwendigen Anpassungen durch ausreichend Zeit und durch geringere Bürokratie! Stoppen Sie Mehrbelastungen für den Mittelstand und seine Kreditinstitute und geben Sie Wachstum und Innovationswillen in Deutschland und in Europa Vorfahrt!"

Unter der Überschrift "Vorfahrt für Wachstum und Innovationskraft in Europa!" haben die Verbände beschrieben, welche Maßnahmen aus Sicht des Mittelstandes aktuell auf den Prüfstand gestellt werden sollten.

Das Positionspapier gibt es zum Download auf der Website der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand.

Der AG Mittelstand (www.arbeitsgemeinschaft-mittelstand.de) gehören folgende Verbände an:

  • Bundesverband der Freien Berufe (BFB)
  • Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA)
  • Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)
  • Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband)
  • Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
  • Deutscher Raiffeisenverband (DRV) 
  • Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV)
  • Handelsverband Deutschland (HDE)
  • Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)
  • Mittelstandsverbund – ZGV

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Freya Lemcke Bereichsleiterin DIHK Brüssel

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