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Angebotsseitige Ursachen der Inflation bekämpfen

Martin Wansleben zur erneuten Leitzinserhöhung durch die EZB
Europäische Zentralbank mit der Plastik Euro-Symbol im Vordergrund

Die Europäische Zentralbank dreht an der Zinsschraube

© instamatics / iStock / Getty Images

Mit einer weiteren Zinserhöhung um 0,5 Prozentpunkte auf nunmehr 2,5 Prozent stemmt sich die Europäische Zentralbank (EZB) gegen die anhaltend hohe Teuerung. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben zeigt Verständnis für den Schritt, mahnt aber, die Ursachen der Inflation anzugehen.

Martin Wansleben Podium

Martin Wansleben

© DIHK / Jens Schicke

"Angesichts der anhaltend hohen Inflation ist die EZB-Entscheidung ein notwendiger und richtiger Schritt – wenn auch für viele Unternehmen schmerzhaft", so Wansleben. "Mittlerweile sind die kurzfristigen Zinsen höher als die langfristigen." Eine solche "inverse Zinsstrukturkurve" sei in der Vergangenheit ein klares Indiz für eine anstehende Konjunkturkrise gewesen, erläutert der DIHK-Hauptgeschäftsführer. Viele Unternehmen teilten daher nicht die positiven Erwartungen, die in den letzten Wochen zu hören gewesen seien.

Wansleben: "Unser Land ist gut beraten, sich stärker auf eine angebotsorientierte Wirtschaftspolitik zu konzentrieren. Nur so lässt sich der Energiebedarf unserer Wirtschaft auch in Zukunft sichern." Wichtiger denn je sei auch, neue Wirtschafts- und Handelsräume zu erschließen und insgesamt die Investitionsbedingungen in Deutschland zu verbessern. "Mit diesen Mitteln können die angebotsseitigen Ursachen der Inflation bekämpft und die wirtschaftlichen Aussichten belebt werden."

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Dr. Jan Greitens Referatsleiter Unternehmensfinanzierung

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst