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Auftragseingang in der Industrie: "Weitere Rückgänge zu befürchten"

Konjunkturexperte Zenzen zu den Februar-Zahlen
Auftragseingang Industrie

Der Auftragseingang ist ein wichtiger Frühindikator zur Beurteilung der Konjunktur

© yoh4nn / E+ / Getty Images

Dass der jüngste Auftragsrückgang im Verarbeitenden Gewerbe nicht der letzte sein wird, befürchtet Jupp Zenzen, Konjunkturexperte des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Wie das Statistische Bundesamt jetzt mitteilte, lag der Auftragseingang in der deutschen Industrie im Februar um 2,2 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Jupp Zenzen stimmt auch besorgt, dass die Aufträge – vor allem aus dem Ausland – damit bereits vor dem russischen Überfall auf die Ukraine gesunken sind: "Es ist zu befürchten, dass sich der Rückgang angesichts des Krieges und auch des Lockdowns in Shanghai fortsetzen wird."

Zudem machten sich "bei den deutschen Unternehmen, aber auch weltweit die großen Preissprünge bei Energie und Rohstoffen deutlich bemerkbar", so der Konjunkturexperte. "Das sorgt für Unsicherheit sowie ausgeprägter Zurückhaltung bei Investitionen und wird sich auch in den nächsten Monaten in den Auftragsbüchern der Unternehmen widerspiegeln."

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Dr. Jupp Zenzen Referatsleiter Konjunktur, Wachstum, Unternehmensbefragungen

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst