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Betriebe brauchen Klarheit, was im Pandemie-Herbst auf sie zukommt

DIHK: Infektionsschutzgesetz bringt "eine gewisse Orientierung"
Frau mit Maske steht einladend an der offenen Tür ihres Geschäfts, an der Corona-Hinweise hängen

Lüften oder Energie sparen? Die aktuellen Anforderungen an Betriebe bergen Widersprüche

© Luis Alvarez / DigitalVision / Getty Images

Mit Blick auf die zweite und dritte Lesung des Infektionsschutzgesetzes am 8. September im Bundestag weist Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), auf die hohe Belastung der Unternehmen und auf Widersprüche hin.

Porträtfoto Achim Dercks

Achim Dercks

© DIHK / Paul Aidan Perry

"Die Rückmeldungen der Unternehmen zeigen, dass vor allem die von Corona besonders getroffenen Branchen wie Handel und Tourismus klare Perspektiven brauchen", berichtet Dercks "– auch, weil die wirtschaftliche Situation angesichts der Energiekrise zusätzlich angespannt ist. Die Betriebe sollten Klarheit darüber haben, was in diesem Pandemie-Herbst auf sie zukommen kann."

Das Infektionsschutzgesetz bringe zwar "eine gewisse Orientierung", so der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer weiter. "Jedoch fürchten viele Unternehmen einen erneuten Flickenteppich von Regelungen. Außerdem würden Kontrollen der Maskenpflicht den Unternehmen in der täglichen Arbeit einiges zumuten und einen erhöhten Personaleinsatz mit sich bringen."

Zusätzliche Probleme in ohnehin schwierigem Umfeld

Dies alles geschehe in einem unternehmerischen Umfeld, das mit steigenden Kosten, einem Nachfragerückgang und Personalmangel kalkulieren müsse. Gerade kleine und mittelständische Betriebe würden damit vor zusätzliche Probleme gestellt.

Und: "Weiterhin sehen wir die Gefahr, dass sich die Maßnahmen zur Energieeinsparung und die Anforderungen an die Hygienekonzepte in der Praxis widersprechen", gibt Dercks zu bedenken. "Wie kann regelmäßiges Lüften in einem Hygienekonzept damit vereinbart werden, dass Türen zur Energieeinsparung nicht mehr offenstehen dürfen? Die Betriebe brauchen hier einfache und widerspruchsfreie Linien."


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Dr. Philipp Wien Referatsleiter Gesundheitswirtschaft

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Petra Blum Pressesprecherin