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Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" weiterentwickelt

Änderungen treten am 11. Dezember in Kraft
Frau mit Mund-Nasen-Bedeckung sitzt allein am Schreibtisch und tippt in einen Taschenrechner

Nicht nur die Maskenpflicht erschwert derzeit die Ausbildung

© AntonioGuillem / iStock / Getty Images Plus

Die Bundesregierung erweitert ihr Programm "Ausbildungsplätze sichern", mit dem sie Ausbildungsbetriebe in der Covid-19-Krise unterstützt. Damit reagiert sie auf die umfangreichen Folgen der fortbestehenden Pandemie.

Aufgrund der Beschränkungen im Corona-Jahr 2020 hatten zahlreiche Unternehmen erhebliche Probleme bei der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen und der Rekrutierung geeigneter Azubis.

So blieben viele Lehrstellen unbesetzt: Allein in den IHK-Berufen lag die Zahl der Ausbildungsverträge zum Stichtag 30. September mit 259.837 um 13,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. 

Großzügigere Voraussetzungen, verlängerte Fristen

Die Bundesregierung erleichtert deshalb die Fördervoraussetzungen für die Ausbildungsprämien; zudem werden Übernahmeprämien und Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung bis Mitte 2021 verlängert.

Die Änderungen treten am 11. Dezember in Kraft. Interessenten können die Förderung – auch rückwirkend zu den verbesserten Konditionen – bei den Agenturen für Arbeit beantragen.

Mehr Unternehmen in der Förderung

Aus dem Bundesarbeitsministerium kam großes Lob für die Betriebe: Sie hätten im Sommer trotz der Belastungen durch die Pandemie Auszubildende eingestellt. Jetzt gelte es, vor allem auch die Unternehmen zu fördern, bei denen es erst im Herbst zu deutlichen Umsatzeinbrüchen gekommen sei oder bei denen sich geringere Einbußen über einen langen Zeitraum streckten. Betriebe, in denen die Ausbildungen bereits im Juni oder Juli begonnen hätten, sollten nun ebenfalls profitieren können.

Prämien für "Insolvenzlehrlinge" nun für alle Betriebsgrößen

Auch seitens des Bundesbildungsministeriums wurde die "bemerkenswert hohe Bereitschaft von Betrieben zur Ausbildung" in der Pandemie gewürdigt. Weil die Lage auf dem Ausbildungsmarkt wegen Corona weiter schwierig bleibe, benötigten die Unternehmen weitere Unterstützung, um neue Azubis einzustellen und Ausbildungen weiterzuführen.

Zu den Verbesserungen zählt etwa, dass künftig alle Unternehmen eine Prämie erhalten können, wenn sie Auszubildende aus insolventen Betrieben übernehmen – unabhängig von der Betriebsgröße.

Mehr Einzelheiten zu den neuen "Ausbildungsprämien" finden Sie auch in  unseren FAQ zur Corona-Pandemie.

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Mann im Haus der deutschen Wirtschaft
Markus Kiss Referatsleiter Ausbildungspolitik und -projekte

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Porträtfoto Thomas Renner
Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst
Sprechblasen mit FAQs

Das Programm im Überblick

Unter welchen Umständen werden welche Ausbildungsverträge gefördert? Über Details des Programms "Ausbildungsplätze sichern" informieren wir Sie in unserer Corona-FAQ zum Thema.

Mädchen sitzt auf im Schneidersitz dem Gehsteig einer Straße und guckt auf ihr Handy

IHK-Lehrstellenbörse

Infos über freie Ausbildungsplätze, aber auch Wissenswertes rund um die Berufswahl gibt es unter www.ihk-lehrstellenboerse.de