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Deutsche Exporte im Juni wieder über Vor-Corona-Niveau

Das zweite Halbjahr birgt jedoch einige Herausforderungen
Container und Kräne im Hafen von Rotterdam

Positive Signale gab es im Juni vom Konjunkturmotor Export

© Markus Thoenen / iStock / Getty Images Plus

Die deutschen Exporte sind erstmals nach dem historischen Einbruch im vergangenen Jahr wieder über das Vorkrisenniveau von Februar 2020 geklettert: Im Juni 2021 rangierten sie mit 118,7 Milliarden Euro um 23,6 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Kalender- und saisonbereinigt ergab sich ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat Mai.

So legten zuletzt beispielsweise die deutschen Ausfuhren in die USA gegenüber Juni 2020 um 39,8 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro zu, die Exporte die Volksrepublik China stiegen im Vorjahresvergleich um 16 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro und die Lieferungen an Frankreich, den drittgrößten deutschen Handelspartner, um 18,7 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro. Alle Außenhandelszahlen im Überblick bietet ein Excel-Dokument in unseren "Zahlen und Fakten".

Grund für die aktuelle Erholung: Die globale Nachfrage ist unerwartet zügig und kräftig wieder angesprungen, wovon die exportorientierte deutsche Wirtschaft profitiert. Angesichts der nach wie vor bestehenden Herausforderungen im internationalen Handel blickt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) dennoch verhalten auf das zweite Halbjahr: "Transportprobleme insbesondere im Schiffsverkehr und Lieferengpässe von Materialien führen aktuell zu Störungen in den internationalen Lieferketten", gibt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zu bedenken.

Außerdem verweist er auf die Sorgen vor neuen Infektionswellen und die Einschränkungen bei Geschäftsreisen. Für das Gesamtjahr rechnet der DIHK deshalb unverändert mit einem Exportplus von acht Prozent gegenüber 2020.

Grafik zum Verlauf der deutschen Importe und Exporte seit 2018

© DIHK


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Carolin Herweg Referatsleiterin Grundsatzfragen der Außenwirtschaft und Entwicklungspolitik

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