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Deutsche Wirtschaft "in schwerem Fahrwasser"

Adrian: Fortsetzung der Rezession wahrscheinlicher als Aufschwung
Bundeswirtschaftsministerium in Berlin von der Invalidenstraße aus

Aus dem Bundeswirtschaftsministerium müssen jetzt vertrauensbildende Signale kommen

© Bildagentur-online / Universal Images Group / Getty Images

Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen und der großen Verunsicherung in den Unternehmen hat Peter Adrian, Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), einen dringenden Appell an die Politik gerichtet, mit einem "Befreiungsschlag" für spürbare Erleichterungen zu sorgen.

DIHK-Präsident Peter Adrian

Peter Adrian

© DIHK / Werner Schuering

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich in schwerem Fahrwasser", sagte Adrian im Jahresend-Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. Der Ausblick verspreche kaum Besserung: "Die Rahmenbedingungen sind und bleiben auch 2024 schwierig."

Benötigt werde "schnellstmöglich eine mittelfristige Planungssicherheit", mahnte der DIHK-Präsident. "Derzeit herrscht mit ausbleibenden Anlageinvestitionen, hohen Kosten, pessimistischen Aussichten und weiterhin starker Unsicherheit ein ganz ungesundes Klima für die Wirtschaft. Eine Fortsetzung der Rezession halten wir daher leider für wahrscheinlicher als einen Aufschwung."

Beherzt handeln, Vertrauen schaffen

"Grundvoraussetzung für Wachstum ist ein Wandel in der Wirtschafts- und Standortpolitik", so Adrian. "Da gilt es jetzt, beherzt zu handeln. Wir müssen mit dem Blick für die Praxis an vielen Stellschrauben drehen. Es bedarf eines Befreiungsschlages, der das Land wachrüttelt. Die Politik spürt den Handlungsdruck bereits."

Die Regierungsbeschlüsse zur Beschleunigung bei Planung und Genehmigung und zu Infrastrukturausbau seien "richtig und wichtig". Auch der neue Haushalt ohne Umgehung der Schuldenbremse lasse grundsätzlich hoffen. "Aber jetzt müssen dringend Taten folgen und die richtigen Prioritäten gesetzt werden. Nur, wenn es zu spürbaren Erleichterungen kommt, entsteht wieder Vertrauen und damit eine Perspektive."

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Melanie Vogelbach Bereichsleiterin Internationale Wirtschaftspolitik, Außenwirtschaftsrecht

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Dr. Rainer Kambeck Bereichsleiter Wirtschafts- und Finanzpolitik, Mittelstand

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