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DIHK bietet einen Überblick über H2-Fördermöglichkeiten

Wasserstoff-Infrastruktur wird ausgebaut
Wasserstoffgetriebener LKW an Tankstelle

Vor allem grün erzeugter Wasserstoff ist Gegenstand zahlreicher Förderprogramme

© audioundwerbung / iStock / Getty Images Plus

Wasserstoff ist für viele Industriebranchen ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität. Um den Markthochlauf anzukurbeln, bietet die Bundesregierung verschiedene Förderprogramme an. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat dazu Infos zusammengestellt.

Der Krieg in der Ukraine hat nicht nur die Öl- und Gaspreise empfindlich steigen lassen, sondern auch ein Schlaglicht auf die deutsche Abhängigkeit von Energie-Importen geworfen. Dafür ist Wasserstoff (chemisches Kürzel: H2) ein möglicher Ersatz. Die aktuellen Entwicklungen erhöhen den Druck, auf alternative Energien umzusteigen und die Energiequellen noch stärker zu diversifizieren. Das gilt besonders für das Zukunftselement H2.  

Die beiden größten Hindernisse: Noch ist Wasserstoff nicht in ausreichendem Maße verfügbar. Außerdem braucht seine Herstellung mittels Elektrolyse selbst Energie – möglichst aus erneuerbaren Quellen. Derzeit kommt 95 Prozent des weltweit hergestellten H2 noch aus fossilen Energieträgern (grauer Wasserstoff). Der Preis für grünen Wasserstoff schwankt je nach Wetterlage. Darüber hinaus muss die bestehende Infrastruktur auf H2 umgestellt werden. Die IHK-Organisation hat deshalb angeregt, auch andere Arten von CO2-armen Wasserstoff zu fördern, um den Markt für grünen Wasserstoff schneller anzukurbeln.

Strategien für den Industriestandort Deutschland 

Die Bundesregierung hat im Juni 2020 die Nationale Wasserstoffstrategie beschlossen. Bis zum Jahr 2030 sollen hierzulande Erzeugungsanlagen von bis zu 5 Gigawatt  Gesamtleistung, einschließlich der dafür erforderlichen Offshore und Onshore-Energiegewinnung entstehen. Dies entspricht einer grünen Wasserstoffproduktion von bis zu 14 Terrawattstunden (TWh) – den Bedarf an H2 beziffert die Strategie allerdings auf 90 bis 110 TWh im Jahr 2030.

Um den zukünftigen Bedarf zu decken, muss der überwiegende Teil der Wasserstoffnachfrage importiert werden. Er kann nicht nur mit der lokalen Erzeugung von grünem Wasserstoff bedient werden. Zum Beispiel wird auch blauer Wasserstoff kurzfristig benötigt, um den Markthochlauf voranzutreiben. 

Internationale Wasserstoff-Wertschöpfungsketten 

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verfügen über ideale Bedingungen für die kostengünstige Herstellung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien. Deutsche und emiratische Firmen arbeiten bereits in mehreren H2-Projekten zusammen. Um die Energiepartnerschaft mit den VAE weiter auszubauen, ist Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck im März mit einer Wirtschaftsdelegation in die Hauptstadt Abu Dhabi gereist. Dort konnten fünf Kooperationen zum Aufbau einer Wasserstoff-Wertschöpfungskette zwischen Deutschland und den VAE geschlossen werden.  

Wasserstoff-Förderprogramme im Überblick

Unternehmen, die in Deutschland in die Zukunftstechnologien einsteigen möchten, finden auf Bundes- und europäischer Ebene zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten. Fördermöglichkeiten bestehen sowohl für internationale als auch für nationale Wasserstoffprojekte. Der DIHK bietet hier einen Überblick über Förderprogramme zum Wasserstoff.

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Louise Maizières
Louise Maizières Referatsleiterin für Wasserstoff, Wärme und alternative Antriebe

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Porträtfoto von Gabriela Panek
Gabriela Panek Volontärin