Pfadnavigation

DIHK: "Die nächsten Monate bleiben eine Herausforderung"

Außenwirtschaftsexpertin Carolin Herweg zu den Ausfuhren im Juni
Frachter auf dem Meer

Die exportorientierte deutsche Wirtschaft befindet sich in rauer See

© tekinturkdogan / iStock / Getty Images Plus

Auch wenn die deutschen Ausfuhren im Juni wieder kräftig zugelegt haben, sieht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die stark international ausgerichtete Wirtschaft hierzulande weiterhin in einer schwierigen Lage.

Wie das Statistische Bundesamt jetzt mitteilte, sind die deutschen Exporte im Juni 2022 gegenüber dem Vormonat Mai kalender- und saisonbereinigt um 4,5 Prozent gestiegen. Im Vergleich zu Juni 2021 ergab sich nach vorläufigen Zahlen ein Plus von 18,4 Prozent.

DIHK-Außenwirtschaftsexpertin Carolin Herweg gibt dennoch keine Entwarnung: "Lieferkettenstörungen und hohe Kosten für Energie, Rohstoffe und importierte Vorleistungen behindern weiterhin die Produktion, auch in der exportorientierten deutschen Industrie", fasst sie die Lage zusammen. "Die sich abkühlende Konjunktur bei wichtigen Exportpartnern wie den USA, China oder der Eurozone dämpft zudem die Nachfrage nach Produkten 'made in Germany'."

Darüber könne das Wachstum der Ausfuhren im Juni nicht hinwegtäuschen, stellt Herweg klar. "Für die deutschen Exportunternehmen bleiben die nächsten Monate eine Herausforderung. In diesem schwierigen internationalen Umfeld ist es umso wichtiger, durch eine engagierte Handelspolitik Handelsbarrieren abzubauen."

Kontakt

Porträtfoto Carolin Herweg
Carolin Herweg Referatsleiterin Internationale Konjunktur und Unternehmensbefragungen

Kontakt

Porträtbild Julia Fellinger, Pressesprecherin
Julia Fellinger Pressesprecherin