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DIHK: Keine Entwarnung bei den Insolvenzzahlen

Mehr und mehr Betriebe geraten in finanzielle Schieflage
Geschäftsmann verlässt Büro mit gepackter Kiste

Vielen Untenehmern bleibt derzeit nur die Aufgabe ihres Geschäfts

© DjelicS / E+ / Getty Images

Auch wenn sich der Anstieg bei den Unternehmensinsolvenzen zuletzt verlangsamt hat, besteht laut Marc Evers, Mittelstandsexperte der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), kein Anlass zur Entwarnung.

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland im November 2023 um 18,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Einen Monat zuvor hatte der Zuwachs binnen Jahresfrist noch bei 22,4 Prozent gelegen.

"Hohe Kosten für Energie, Zinsen, aber auch für Arbeitskräfte bei gleichzeitig schwacher Nachfrage und Fachkräftemangel bringen mehr und mehr Unternehmen in eine finanzielle Schieflage", berichtet Marc Evers.

Doch auch an anderen Stellen sieht der DIHK-Mittelstandsexperte Herausforderungen für die Betriebe und das Unternehmertum hierzulande: "Selbst wirtschaftlich gesunden Unternehmen droht langfristig das Aus", so seine Befürchtung.

Diesen Trend beschreibe auch der aktuelle DIHK-Report Unternehmensnachfolge, fügt er hinzu. Demnach wollten 25 Prozent der eigentlich zur Nachfolge anstehenden Unternehmen ihre Türen für immer schließen. Evers: "Das sind keine guten Aussichten für die deutsche Wirtschaft."

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Porträtbild Dr. Marc Evers, Referatsleiter Mittelstand | Existenzgründung | Unternehmensnachfolge
Dr. Marc Evers Referatsleiter Mittelstand, Existenzgründung, Unternehmensnachfolge

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Porträtbild Petra Blum, Pressesprecherin
Petra Blum Pressesprecherin