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Ehrenamt meistert Prüfungen "in bewundernswerter Weise"

Bundesminister und Verbandspräsidenten danken für besonderen Einsatz
Prüfungen mit Maske

Eine der besonderen Herausforderungen für die Prüfungsorganisation lag in der Umsetzung der Hygieneregeln

© RichVintage / E+ / Getty Images

Es ist geschafft: Trotz der erheblich erschwerten Bedingungen in der Pandemie haben die Industrie- und Handelskammern (IHKs) und damit bundesweit mehr als 150.000 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer im Jahr 2020 die Abschlussprüfungen in den IHK-Ausbildungsberufen ermöglicht.

Im IHK-Bereich werden allein in der aktuellen Winterprüfung mehr als 100.000 junge Menschen ihre Ausbildung abschließen; über das Gesamtjahr hinweg werden es zusammen mit dem Handwerk fast 400.000 Auszubildende sein.

Dabei war der organisatorische Aufwand und auch der erforderliche Zeiteinsatz 2020 noch einmal deutlich höher als üblich – schließlich galt es unter anderem, Abstands- und sonstige Hygieneregeln umzusetzen und die Prüfungen teils auf kleinere Gruppen zu verteilen.

Für den Kraftakt, den die ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer gemeinsam mit den IHKs und Handwerkskammern hierfür geleistet haben, danken die Verbandspräsidenten Eric Schweitzer (Deutscher Industrie- und Handelskammertag) und Hans Peter Wollseifer (Zentralverband des Deutschen Handwerks) gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in einem gemeinsamen Brief.

Hier das Schreiben, das kurz vor dem Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember adressiert wurde, im Wortlaut: 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Prüferinnen und Prüfer,

die Abnahme der beruflichen Abschlussprüfungen für die jährlich mehr als 400.000 Auszubildenden stellt Sie als Prüferinnen und Prüfer aktuell aufgrund der Corona-Pandemie vor hohe zeitliche und oftmals auch organisatorische Herausforderungen. Sie haben diese Aufgabe in Ihrem Prüferehrenamt in bewundernswerter Weise gemeistert. Ohne Ihre Einsatzbereitschaft und Ihr persönliches Engagement wäre es nicht möglich gewesen, die Prüfungen unter den erschwerten Bedingungen ohne größere Verzögerungen durchzuführen. 

Nur durch eine qualitativ hochwertige Abschlussprüfung erlangen Auszubildende einen anerkannten dualen Berufsabschluss, der sowohl in Deutschland als auch im Ausland einen hohen Stellenwert hat und jungen Menschen viele berufliche Chancen eröffnet. 

Damit die Corona-Pandemie nicht zu einer Ausbildungskrise wird, haben wir in der "Allianz für Aus- und Weiterbildung" gemeinsame Maßnahmen in dieser besonderen Situation auf den Weg gebracht und die Grundlage für das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" gelegt. Wir werden weiterhin die Ausbildungssituation sorgfältig beobachten und gegebenenfalls mit weiteren Aktivitäten und Maßnahmen nachsteuern. 

Wir alle übernehmen damit Verantwortung für die berufliche Zukunft der Jugendlichen. Durch Ihr Engagement sorgen Sie dafür, dass unsere jungen Menschen in dieser schwierigen Zeit ihre Berufsausbildung mit einem anerkannten Berufsabschluss beenden können und nun in einen neuen Lebensabschnitt starten können. 

Für Ihr persönliches Engagement möchten wir Ihnen ganz herzlich danken, verbunden mit der Bitte, auch in Zukunft dieser für die duale Ausbildung ganz entscheidenden Aufgabe verbunden zu bleiben. 

Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Dr. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages 

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks

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Christina Mersch Leiterin des Bereichs Ausbildung

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst