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Eingriffe können sich verheerend auf die Energiemärkte auswirken

Peter Adrian zu den EU-Plänen für Gaspreisdeckel und Strommarkt
EU-Gipfeltreffen in Brüssel

Auf der Agenda des Gipfels stehen auch Reformen für und Eingriffe in die Energiemärkte

© European Union / Mario Salerno

Beim EU-Gipfel am 15. Dezember in Brüssel werden die Staats- und Regierungschefs unter anderem die Reaktion der Europäischen Union auf die hohen Energiepreise erörtern. DIHK-Präsident Peter Adrian warnt vor überstürzten Schritten.

DIHK-Präsident Peter Adrian

Peter Adrian

© DIHK / Werner Schuering

"Bei den Vorschlägen zur Neuordnung der Strom- und Gasmärkte ist Vorsicht geboten", mahnt Adrian. "Nicht alle Folgen geplanter Interventionen sind abschätzbar. Ganz im Gegenteil – die Eingriffe können sich verheerend auf die Energiemärkte auswirken und das Vertrauen der Akteure nachhaltig schwächen."

Am Ende würden Strom und Gas für die Wirtschaft teurer oder die Versorgungssicherheit gefährdet, so die Befürchtung des DIHK-Präsidenten. Dies gelte für die Diskussion um einen europäischen Gaspreisdeckel, ebenso aber auch für die Überarbeitung des Strommarkt-Systems.

"Eine überstürzte, kurzfristige Reform in einem stark verflochtenen System birgt nicht abschätzbare Folgen", gibt Adrian zu bedenken. "Der gute Wille allein reicht daher nicht – die Wirtschaft benötigt stabile Rahmenbedingungen und Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Deshalb sollten Reformen der und Eingriffe in die Märkte nur nach sorgfältiger Abwägung erfolgen."


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Porträtbild Dr. Sebastian Bolay, Referatsleiter Energiepolitik | Strommarkt | erneuerbare Energien
Dr. Sebastian Bolay Bereichsleiter Energie, Umwelt, Industrie

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Porträtfoto Susanne Schraff
Susanne Schraff Pressesprecherin