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Exportplus im November "nur ein kleiner Lichtblick"

Herausforderungen für das Auslandsgeschäft nehmen eher noch zu
Containerschiff auf Fluss bei trübem Wetter

Im deutschen Außenhandel ist die Stimmung derzeit eher trüb

© Jonas Weinitschke / iStock / Getty Images Plus

Den jüngsten Zuwachs bei den deutschen Ausfuhren bewertet Volker Treier, Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), nur sehr verhalten optimistisch – nicht zuletzt wegen der angespannten Sicherheitslage im Roten Meer.

Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind die deutschen Exporte im vergangenen November gegenüber dem Vormonat Oktober kalender- und saisonbereinigt um 3,7 Prozent gestiegen. Sie lagen jedoch immer noch um 5,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats November 2022.

Volker Treier gestikulierend

Volker Treier

© DIHK / Werner Schuering

"Der Anstieg der Exporte im November ist nur ein kleiner Lichtblick in einem sonst außenwirtschaftlich trüben Jahr", so Treier. "Damit können die Verluste der vorherigen Monate aber noch nicht wettgemacht werden."

Das internationale Umfeld der deutschen Unternehmen sei weiterhin von einem hohen Zinsniveau, einer geringen Nachfrage und geopolitischen Risiken geprägt, erinnert der DIHK-Außenwirtschaftschef. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit sei durch die hohe Bürokratie- und Kostenbelastung geschwächt.

Sorgen bereitet der deutschen Außenwirtschaft laut Treier "zudem die sicherheitspolitische Lage im Roten Meer, die zahlreiche Reedereien seit Mitte Dezember zur Meidung der wichtigen Handelsroute veranlasst". Die Route sei auch für den deutschen Außenhandel von hoher Bedeutung.


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