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Fachkräfteeinwanderung: Eckpunkte enthalten "viele Verbesserungen"

Achim Dercks sieht aber auch Raum für weitere Schritte
Besprechung internationaler Fachkräfte auf einer Baustelle

Viele Unternehmen sind zunehmend auf Experten mit ausländischen Wurzeln angewiesen

© vm / E+ / Getty Images

Die Novelle des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (FEG) schlägt nach Worten des stellvertretenden DIHK-Hauptgeschäftsführers Achim Dercks "aus Sicht der Unternehmen den richtigen Weg ein".

Dr. Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer

Achim Dercks

© DIHK / Werner Schuering

"Die Eckpunkte enthalten viele Verbesserungen", sagte Dercks zu dem Papier, das am 30. November im Kabinett beschlossen werden soll. "An einigen Stellen würden sich die Betriebe aufgrund ihrer praktischen Erfahrungen auch noch weitere Schritte wünschen."

"Richtig" nannte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer, "dass künftig eine anerkannte Qualifikation grundsätzlich zu jeder Beschäftigung in nicht-reglementierten Berufen berechtigen soll. Damit erfahren die Einschätzungen der Unternehmen, die eine ausländische Fachkraft beschäftigen wollen, mehr Gewicht."

Gehaltsgrenze noch recht hoch

Sinnvoll seien auch die geplanten erweiterten Spielräume zur Einwanderung mit teilweiser Gleichwertigkeit sowie für Personen ohne gleichwertigen Abschluss, aber mit Berufserfahrung.

Dercks: "Manches in den Eckpunkten ist hier aber noch zu strikt – etwa die recht hohe Gehaltsgrenze." Unklar sei auch noch, wie die geplanten Anerkennungspartnerschaften im Detail ausgestaltet werden sollten.

Zuwanderung von Auszubildenden stärken

"Außerdem sollte die Zuwanderung von Azubis gestärkt werden", so Dercks weiter. "Hierzu enthält das Eckpunktepapier noch recht wenig. Bei der wachsenden Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze in Deutschland müssen wir noch pragmatischer werden, um verstärkt Auszubildende aus Drittstaaten zu gewinnen." Wichtig wäre zum Beispiel, die Zuwanderung zur Ausbildungsvorbereitung bereits vor dem Beginn der Ausbildung zu erleichtern, konkretisierte er.

"Weiten Teilen von Politik und Wirtschaft ist bewusst, dass Zuwanderung einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel leisten kann und muss", resümierte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Der Weg dorthin ist sicher kein Sprint, sondern ein Marathon. Aber auch bei einem Marathon muss das Tempo stimmen, um den Anschluss nicht zu verlieren."

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Porträtbild Dr. Stefan Hardege, Referatsleiter Fachkräftesicherung, Arbeitsmarkt, Zuwanderung
Dr. Stefan Hardege Referatsleiter Fachkräftesicherung, Arbeitsmarkt, Zuwanderung

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Porträtbild Petra Blum, Pressesprecherin
Petra Blum Pressesprecherin