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G7-Präsidentschaft nutzen, um einen Klimaclub voranzubringen

DIHK: Bundesregierung und EU müssen Verbündete finden
Gruppenfoto vom G7-Gipfel 2022 in Elmau

Vom G7-Gipfel in Elmau erhofft sich der DIHK ein Signal für grenzüberschreitende Zusammenarbeit

© Bundesregierung/Gülland

Beim aktuellen Treffen der G7-Staats- und -Regierungschefs auf Schloss Elmau in Bayern ist der Klimawandel ein zentrales Thema. Peter Adrian, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), plädiert dafür, in dieser Frage noch stärker auf globale Zusammenarbeit zu setzen.

Noch bis zum 28. Juni diskutieren die Spitzen der zum Gründungszeitpunkt der G7 bedeutendsten westlichen Industrienationen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel über zentrale Fragen rund um Ukraine, Inflation, Welternährung, Energieversorgung und auch die  Klimakrise. Eingeladen hatte die deutsche G7-Präsidentschaft.

DIHK-Präsident Peter Adrian

Peter Adrian

© DIHK / Werner Schuering

"Die Bundesregierung steht vor einer wichtigen Weichenstellung für die deutsche Wirtschaft und für den weltweiten Klimaschutz", sagt dazu DIHK-Präsident Adrian: "Nutzt sie die Chance ihrer G7-Präsidentschaft, um einen international aufgestellten Klimaclub voranzubringen, oder bleibt es bei einem mit hohen Risiken verbundenen Alleingang der EU? Für den Wohlstand und für den Klimaschutz ist das von herausragender Bedeutung."

Wenn strenge EU-Klimaschutzvorgaben für europäische Unternehmen zu einem Wettbewerbsnachteil weltweit würden, drohe die Verlagerung von Produktion, warnt er – es werde dann verstärkt anderswo mit größerem Schaden fürs Klima produziert.

"Deshalb ist es wichtig, dass die Bundesregierung und die EU Verbündete für die Idee eines Klimaclubs finden. Denn die EU-Länder erwirtschaften derzeit nur rund ein Fünftel der weltweiten Wirtschaftsleistung. Der G7-Verbund, zu dem die USA, Kanada, Japan und Großbritannien gehören, steht zusammen schon für fast die Hälfte der Weltwirtschaft."

Damit könnte es nach Auffassung des DIHK-Präsidenten "gelingen, den Klimaclub als Vorreiter zu etablieren und in der Folge weitere relevante Mitglieder zu gewinnen". Adrian: "Es ist jedenfalls jetzt höchste Zeit, mit wichtigen Handelspartnern den Klimaschutz weltweit effektiv voranzutreiben, anstatt durch die EU-Politik wie zum Beispiel mit dem CO2-Grenzausgleich neue Handelskonflikte zulasten gerade auch der deutschen Unternehmen auszulösen."

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