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Gaspreise erreichen ein vielfach existenzgefährdendes Niveau

DIHK-Präsident Adrian zur nun bekannt gegebenen Höhe der Umlage
Gasförderung in Norwegen: Bohrtürme im Meer mit Polarlichtern im Himmel

Gasförderung in Norwegen: Bald dürfen Gasimporteure Mehrkosten für alternative Beschaffungswege auf die Abnehmer umlegen

© Anton Petrus / Moment / Getty Images

Ab dem 1. Oktober dürfen Gasimporteure ihre Mehrkosten bei der Beschaffung mit einer Gas-Umlage von 2,419 Cent belegen, das teilte die Trading Hub Europe GmbH mit. Peter Adrian, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), warnt, dass immer mehr Industriebetriebe an ihre Belastungsgrenzen kommen.

DIHK-Präsident Peter Adrian

Peter Adrian

© DIHK / Werner Schuering

"Der 15. August 2022 wird vielen Unternehmen in schmerzhafter Erinnerung bleiben", kommentiert Adrian die Entwicklung. "Die Gas-Umlage verteuert die Erdgasbeschaffung ab Oktober für die Betriebe nochmals deutlich. Oben drauf kommt dann in Kürze wohl die Umlage für die Gasspeicher-Befüllung." Weitere Preisanpassungen der Versorger könnten hinzukommen, gibt der DIHK-Präsident zu bedenken. "Das Gaspreisniveau hat damit nicht nur ein kritisches, sondern in vielen Fällen ein existenzgefährdendes Niveau erreicht."

Bereits kurz vor der Bekanntgabe der Umlage hatten in einer DIHK-Umfrage 16 Prozent der Industriebetriebe darauf hingewiesen, dass sie wegen gestiegener Energiepreise ihren Geschäftsbetrieb einschränken oder teilweise ihre Produktion in Deutschland aufgeben müssen. In der energieintensiven Wirtschaft waren diese Werte durchweg doppelt so hoch.

"Die Wirtschaft braucht jetzt schnell Klarheit über die angekündigten Entlastungsmaßnahmen", mahnt Adrian, "sonst droht eine Kaskade an Betriebsschließungen und Produktionsstopps."

Fünf Fragen rund um die Gas-Beschaffungsumlage beantwortet der DIHK in seinem Dossier zur Erdgaskrise.


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Erik Pfeifer Referatsleiter Betrieblicher Klimaschutz

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