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Geflüchtete aus der Ukraine jetzt im Fokus

Netzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge" leistet Unterstützung
NUiF-Mitglied Katja Kortmann

Hilft mit Sach- und Geldspenden: Katja Kortmann, Mitglied im Netzwerk und Direktorin des Esplanade Hotel

© NUiF / Bernd Brundert

Der Einsatz der Unternehmen ist angesichts der Bilder aus der Ukraine und der Ankunft von Geflüchteten in Deutschland enorm. Dies zeigt sich auch in dem von Bundeswirtschaftsministerium und Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geförderten Netzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge".

Die Hilfsangebote sind vielfältig. Neben Sach- und Geldspenden stellen Betriebe beispielsweise Wohnraum zur Verfügung oder Teams organisieren den Transfer von Geflüchteten aus den Grenzregionen.

Der Einsatz der Netzwerkmitglieder ...

Katja Kortmann, Mitglied im Netzwerk und Hoteldirektorin des Esplanade Hotel Dortmund: "Wir haben uns dazu entschieden, auf verschiedenen Wegen zu helfen. Neben Masken, haltbaren Lebensmitteln, Wasser und Hygieneartikeln werden wir zehn Prozent unserer täglichen Getränkeeinnahmen an verschiedene Hilfsorganisationen spenden. Auch wenn wir nur ein kleines Unternehmen sind, wollen wir unterstützen, wo wir können. Denn wenn jeder auch nur einen kleinen Beitrag leistet, kann damit Großes erreicht werden."

... beeindruckt Politik ...

Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, sagt dazu: "Die Bereitschaft von Betrieben, Geflüchtete auf ganz vielfältige Weise zu unterstützen, ist beeindruckend. Für viele Menschen, die derzeit die Ukraine verlassen müssen, stehen erst einmal eine Unterbringung und die Betreuung der Kinder im Vordergrund. Doch es ist gut zu wissen, dass sich Unternehmerinnen und Unternehmer seit 2015 einen großen Wissens- und Erfahrungsschatz in der Integration von Geflüchteten erarbeitet haben. Damit bieten sie für diese Menschen eine wichtige Stütze, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, sobald das Thema relevanter wird. Ich bin dankbar, dass sich da so viele Unternehmen engagieren."

... und Wirtschaft

Achim Dercks, stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer, ergänzt: "Die Unternehmen im Netzwerk leisten mit ihrem Engagement seit Jahren einen großen Beitrag bei der Mammutaufgabe der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Mit ihrem gesammelten Praxiswissen sind sie zudem eine wichtige Hilfe für Betriebe, die sich zukünftig dem Thema widmen werden. Neben diesem praktischen Wissen der Unternehmen spielen aber auch die Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle. Ein unbürokratischer Zugang zum Arbeitsmarkt sind ebenso hilfreich wie umfangreiche Unterstützungsangebote zum Spracherwerb."

Mitgliederbefragung verdeutlicht das große Engagement

Der hohe Stellenwert, den soziale Verantwortung für alle Unternehmen hat, die bereits seit Jahren Geflüchtete beschäftigen, zeigt eine Umfrage, die noch vor dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine bei den rund 3.000 Mitgliedern des Netzwerks "Unternehmen integrieren Flüchtlinge" durchgeführt wurde.

Für viele Unternehmen ist demnach die Übernahme sozialer Verantwortung der Hauptbeweggrund, Geflüchtete zu beschäftigen. Fast acht von zehn Unternehmen (79 Prozent) geben an, deshalb Geflüchtete in ihren Betrieben auszubilden und zu beschäftigen. Diese Motivation wurde 2017 erstmals bei den Mitgliedsunternehmen abgefragt und befindet sich seitdem durchgängig auf Platz eins.

Betriebe im Netzwerk haben in den vergangenen fünf Jahren konstant ein hohes Maß an Hilfsbereitschaft für Geflüchtete aufrechterhalten. Fast alle der befragten Unternehmen (97 Prozent) geben an, ihren geflüchteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gezielte Unterstützungsmöglichkeiten anzubieten, um sich besser im Betrieb und im Alltag zurechtzufinden. Am häufigsten unterstützen Betriebe ihre Auszubildenden mit Nachhilfeunterricht (65 Prozent) und bei Behördengängen (60 Prozent). Zudem bieten zahlreiche Unternehmen zusätzliche Sprachkurse an (57 Prozent) und unterstützen bei der Wohnungssuche oder stellen selbst Wohnraum zur Verfügung (49 Prozent).

Alle Ergebnisse der Mitgliederbefragung finden Sie unter www.nuif.de/mitgliederbefragung-2021

Weitere Beispiele des Engagements der Netzwerk-Unternehmen finden Sie unter www.nuif.de/engagement


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Porträtfoto Katharina Reiche
Katharina Reiche Projektreferentin Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge

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Porträtbild Judith Fellinger, Referatsleiterin Digitale Kommunikation im AHK-Netz
Julia Fellinger Pressesprecherin