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Japan bleibt für die deutsche Wirtschaft ein profitabler Markt

AHK legt aktuelle Geschäftsklima-Umfrage vor
Frau blickt aus Hochhaus

Was hält die Zukunft für deutsche Unternehmen in Japan bereit?

© TommL / E+ / Getty Images

Deutsche Manager in Japan erwarten einen erheblichen Anstieg von Umsatz und Gewinn – und schätzen weiterhin vor allem die hohe Stabilität im Land als Standortfaktor Nummer 1. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Auslandshandelskammer (AHK) Japan in ihrer jährlichen Geschäftsklima-Umfrage.

Im April hatte die AHK ihre Mitgliedsbetriebe nach ihrer aktuellen Geschäftslage und nach ihren mittelfristigen Erwartungen gefragt. Das Ergebnis: 83 Prozent der Unternehmen konnten selbst im Pandemiejahr 2020 Vorsteuergewinne erzielen. Für die Zukunft rechnen 73 Prozent der Manager mit einem erheblichen Umsatzanstieg, 55 Prozent mit wachsenden Gewinnen. Einen Rückgang dieser beiden Kennzahlen erwarten hingegen nur 5 beziehungsweise 4 Prozent.

Großes Absatzpotenzial und strategische Vorzüge

86 Prozent der in Japan aktiven deutschen Unternehmen nennen das große Absatzpotenzial als den wichtigsten Grund für ihre Präsenz im fernöstlichen Inselstaat. Aber auch strategische Überlegungen spielen häufig eine wichtige Rolle: 59 Prozent der Befragten gaben an, neue Trends aufspüren zu wollen, 53 Prozent möchten ihre japanischen Wettbewerber in deren Heimatmarkt beobachten. 48 Prozent der Befragten kooperieren in Drittmärkten auch mit japanischen Unternehmen und profitieren so von deren guten Zugängen zu asiatischen und internationalen Märkten.

Die wichtigsten Felder der zukünftigen Zusammenarbeit mit japanischen Unternehmen sehen die Manger in der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik (von 48 Prozent genannt), gefolgt von digitalen Technologien und Greentech (je 39 Prozent).

Als herausragenden Standortfaktor bewerten die deutschen Betriebe weiterhin die Stabilität sowohl ihrer Geschäftsbeziehungen und -partner (95 Prozent der Befragten), der Ökonomie (90 Prozent) sowie des politischen Umfeldes (84 Prozent).

Probleme bereiten Fachkräftemangel, Pandemie und Demografie

Die am häufigsten genannten Herausforderungen sind – wie in den Vorjahren – das Recruiting gut ausgebildeter Mitarbeiter (von 79 Prozent der Befragten genannt), aber auch Corona-Auswirkungen bei Geschäftsreisen sowie der Bevölkerungsrückgang, die jeweils etwa drei Viertel der Unternehmen als Risiko betrachten.

Sie finden die englischsprachige Umfrage "German Business in Japan" mit zahlreichen weiteren Ergebnissen und Info-Grafiken zum kostenlosen Download auf der Website der AHK Japan.


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