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Geschäftsrisiko Fachkräftemangel: DIHK mit Antworten für die Praxis

Projekt "Unternehmen Berufsanerkennung" wird fortgeführt
Fachkräfte Unternehmen Berufsanerkennung

Gerade Engpassbranchen wie die Gastronomie sind auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen

© Elle Hughes / pexels

Qualifiziertes Personal zu finden, bleibt ein wichtiges Thema für die Betriebe. Eine entscheidende Rolle spielt dabei auch die Fachkräfteeinwanderung. Praktische Unterstützung hierbei leistet seit 2016 und – wie jetzt beschlossen – auch über 2021 hinaus das bei der DIHK Service GmbH angesiedelte Projekt "Unternehmen Berufsanerkennung".

Während der Corona-Pandemie war die Sorge um unbesetzte Stellen bei den Unternehmen zuletzt zwar etwas in den Hintergrund getreten, doch die aktuelle Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zeigt deutlich: Das Thema ist wieder zurück. Für 59 Prozent der Unternehmen zählt der Fachkräftemangel zu den Top-Geschäftsrisiken.

Gesucht: 400.000 qualifizierte Menschen aus dem Ausland

Der qualifizierten Zuwanderung kommt in diesem Zusammenhang eine große Bedeutung zu. Die Bundesagentur für Arbeit geht davon aus, dass jährlich 400.000 Fachkräfte aus dem Ausland dazukommen müssen, um die Lücke auf dem Arbeitsmarkt zu schließen. Die Rahmenbedingungen hierfür wurden im März 2020 mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz verbessert.

Damit es den Unternehmen in der Praxis gelingt, ihren Bedarf an ausgebildetem Personal zu decken, müssen zahlreiche Akteure im In- und Ausland gut zusammenarbeiten. Einer davon ist das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt "Unternehmen Berufsanerkennung".

Gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern informiert es Betriebe über die Möglichkeiten, die ihnen das Fachkräfteeinwanderungsgesetz eröffnet – vor allem mit Blick auf die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen. Seit Oktober ist klar, dass das Projekt 2022 in der dritten Laufzeit fortgesetzt wird.

Wegweiser bei Fragen rund um die Beschäftigung von internationalen Fachkräften

Damit kann "Unternehmen Berufsanerkennung" in der Rolle des Umsetzungs- und Prozessbegleiters an der Schnittstelle zwischen Betrieb und IHK-Organisation weiterhin einen Beitrag zum Gelingen der Fachkräfteeinwanderung in Deutschland leisten.

So hilft es Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern im Rahmen des Pilotprojekts UBAconnect bei der betrieblichen Fachkräftesicherung: Menschen mit ausländischen Abschlüssen, denen noch bestimmte Erfahrungen oder Kenntnisse fehlen, werden mit Unternehmen in Deutschland für die Nachqualifizierung (Anpassungsqualifizierung) zusammengebracht. Die Idee: Betriebe unterstützen Fachkräfte auf dem Weg zur vollen Berufsanerkennung und gewinnen damit auch langfristig neue Beschäftigte.

Darüber hinaus bringt "Unternehmen Berufsanerkennung" Betriebe in diversen Formaten zum Austausch zusammen. Das Projekt macht erfolgreiche Praxisbeispiele sichtbar und zeichnet besonders engagierte Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit dem Siegel "Wir fördern Anerkennung" aus.

Kontakt

Porträtfoto Rieke Albrecht
Rieke Albrecht Projektleiterin Unternehmen Berufsanerkennung

Mehr Infos über das Projekt

Wie das Projekt "Unternehmen Berufsanerkennung" die Kenntnis, Akzeptanz und Nutzung der beruflichen Anerkennung in Unternehmen und Betrieben als Instrument der Personalarbeit fördert, erfahren Sie unter www.unternehmen-berufsanerkennung.de.