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Jetzt wachstumsfreundliche Rahmenbedingungen schaffen!

Wansleben zum BIP: Viele Faktoren belasten die Konjunktur
Breitbandausbau: Baustelle am Straßenrand mit Kabeln und Warnbarke

Deutschland muss besser werden – unter anderem beim Ausbau der digitalen Infrastruktur

© peuceta / iStock / Getty Images Plus

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2021 wieder gestiegen. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), hält das Wachstum aber für zu schwach, um den notwendigen Aufholprozess zu bewerkstelligen.

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes legte die Wirtschaftsleistung hierzulande im vergangenen Jahr zwar preis- und kalenderbereinigt um 2,7 Prozent zu – lag damit aber immer noch 2 Prozent unter der Wirtschaftsleistung im Jahr 2019.

Vorkrisenniveau noch nicht erreicht

"Das Wirtschaftswachstum 2021 war für den notwendigen Aufholprozess der deutschen Wirtschaft zu schwach", kommentiert Wansleben die aktuellen Zahlen. Das Vorkrisenniveau werde Deutschland vermutlich erst im späten Jahresverlauf erreichen.

Materialengpässe, steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie ein zunehmender Fachkräftemangel belasteten derzeit die Konjunktur, erläutert Wansleben. "Es ist deshalb umso wichtiger, dass sich private Investitionen am Wirtschaftsstandort Deutschland wieder lohnen."

Steuerentlastung und Netzausbau könnten Schub auslösen

Gerade die Steuer- und Finanzpolitik könne in dieser Situation einen wichtigen Beitrag leisten, so der DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Liegt die Steuerbelastung für deutsche Betriebe doch inzwischen deutlich höher als im Durchschnitt der anderen Industriestaaten. Gleiches gilt für die Energiepreise und die digitale Infrastruktur." Deshalb brauche die Wirtschaft jetzt dringend einen beschleunigten Netzausbau – und zwar flächendeckend sowohl für die Energieversorgung als auch für die Digitalisierung.

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Dr. Jupp Zenzen Referatsleiter Konjunktur, Wachstum, Unternehmensbefragungen

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst