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Klimaclub "eine gute Nachricht für die deutsche Wirtschaft"

Peter Adrian: Jetzt weitere Partner an Bord holen
Bundeskanzler Olaf Scholz vor Fahnen am Podest

Zu den von Bundeskanzler Olaf Scholz verkündeten Ergebnissen des G7-Gipfels zählt der Beschluss, einen Klimaclub zu gründen

© Bundesregierung / Steins

Der auch vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) propagierte Klimaclub nimmt Gestalt an: Bei ihrem Gipfeltreffen im bayerischen Elmau verständigten sich die Spitzen der G7-Staaten darauf, eine entsprechende Allianz zu schmieden.

DIHK-Präsident Peter Adrian

Peter Adrian

© DIHK / Werner Schuering

DIHK-Präsident Peter Adrian nannte den Beschluss "eine gute Nachricht für die deutsche Wirtschaft".

Denn: "Gemeinsame Klimaschutz-Standards und vergleichbare Spielregeln für Unternehmen helfen, das Risiko von Produktionsverlagerungen wegen unterschiedlicher Klimaschutzvorgaben zu verringern."

Der Klimaclub sei "ein besserer Weg zu mehr weltweitem Klimaschutz und Wohlstand als ein mit hohen Risiken verbundener Alleingang der EU", stellte der DIHK-Präsident klar. "Deshalb ist es ein großer Fortschritt, dass Deutschland und die EU jetzt Verbündete für die Idee eines Klimaclubs gefunden haben. Die EU-Länder allein erwirtschaften derzeit nur rund ein Fünftel der weltweiten Wirtschaftsleistung."

Der G7-Verbund, zu dem neben Deutschland, Frankreich und Italien auch die USA, Kanada, Japan und Großbritannien gehören, stehe zusammen schon für fast die Hälfte der Weltwirtschaft, erinnerte Adrian. "Nun kommt es darauf an, weitere Partner mit an Bord zu holen und die richtigen Instrumente zu vereinbaren, ohne neue Handelskonflikte zulasten deutscher Unternehmen auszulösen."

Impulspapier mit Details

Der DIHK wirbt schon seit Längerem für die Einrichtung eines Klimaclubs – zuletzt am Gipfel-Montag – und hat die Vorstellungen der deutschen Wirtschaft unter anderem in einem Impulspapier zusammengefasst.

Darin nennt er drei Voraussetzungen dafür, dass ein solcher Zusammenschluss die gewünschte Wirkung entfaltet: Erstens müsse der Preis für Kohlenstoffdioxidemissionen in allen Mitgliedsländern ähnlich hoch sein, zweitens gelte es, bestehende Carbon-Leakage-Schutzmechanismen bis zur Zielerreichung fortzuführen, und drittens solle der Klimaclub im Rahmen als plurilaterale Initiative innerhalb von Welthandelsorganisation oder OECD entwickelt werden.

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Klemens Kober Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen

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Dr. Sebastian Bolay Bereichsleiter Energie, Umwelt, Industrie

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