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Neue US-Zölle auf Flugzeugteile und Alkoholika

Ab dem 12. Januar werden 25 Prozent aufgeschlagen
Ein Airbus Beluga (Frachtflugzeug) in der Luft

Wegen unzulässiger Subventionen für den Flugzeughersteller Airbus genehmigte die WTO 2019 US-Strafzölle gegen die EU

© Stéphane Chadourne / Pixabay

Der Zollstreit zwischen den USA und der EU geht in die nächste Runde: Flugzeug- und Getränkehersteller aus Deutschland und Frankreich müssen ab kommendem Dienstag bei ihren Exporten in die Vereinigten Staaten zusätzliche Abgaben einkalkulieren.

Wie der Handelsbeauftragte der Vereinigten Staaten (United States Trade Representative, USTR) Ende Dezember 2020 ankündigte, werden deutsche und französische Flugzeugteile sowie bestimmte alkoholische Getränke auf dem Weg in die USA ab dem 12. Januar 2021 mit zusätzlichen Zöllen in Höhe von 25 Prozent belegt.

Die Maßnahme geht auf einen alten Streit zwischen der EU und den Vereinigten Staaten um die Subventionierung der Flugzeughersteller Airbus und Boeing zurück. 

Vor dem Hintergrund unzulässiger US-Staatshilfen für Boeing hatte die Welthandelsorganisation WTO Europa im vergangenen Oktober Strafzölle in Höhe von jährlich 4 Milliarden Dollar auf amerikanische Produkte genehmigt. Der USTR monierte allerdings die Berechnungsmethode der EU. Diese habe Handelsdaten aus Pandemie-Zeiten verwendet und das Handelsvolumen der EU-Staaten ohne Großbritannien zugrunde gelegt, sodass die Strafzölle für die USA in unfairer Weise gestiegen seien.

Die USA ihrerseits hatten wegen illegaler EU-Subventionen für Airbus bereits 2019 grünes Licht von der WTO erhalten, Importe aus der EU mit Aufschlägen im Gesamtumfang von 7,5 Milliarden Dollar zu belegen.

Die Europäische Union und die USA arbeiten derzeit intensiv an einer Verhandlungslösung, um die gegenseitigen Strafzölle wieder aufheben zu können.  

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Mann im Haus der Deutschen Wirtschaft
Klemens Kober Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen

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Porträtfoto Thomas Renner
Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst