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Scholz-Besuch in Kanada "ein wichtiges Zeichen"

DIHK-Präsident für weiteren Ausbau von Handelsbeziehungen
Güterwagons einer durch Wälder in Alberta, Kanada, fahrenden Eisenbahn, einer trägt die Aufschrift "Canada"

Der Güteraustausch mit Kanada soll forciert werden

© AscentXmedia / E+ / Getty Images

Am 21. August sind Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in Begleitung einer Wirtschaftsdelegation nach Kanada gereist. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hofft auf Impulse für die Zusammenarbeit zwischen deutschen und kanadischen Unternehmen.

Peter Adrian dynamisch

DIHK-Präsident Peter Adrian

© DIHK / Werner Schuering

Der Kanada-Besuch des Bundeskanzlers setzt nach Worten von DIHK-Präsident Peter Adrian "ein wichtiges Zeichen für die international eng vernetzte deutsche Wirtschaft". Die Unternehmen stünden im Außenhandel derzeit vor großen Herausforderungen – nicht zuletzt wegen der noch immer erheblichen Lieferkettenprobleme, aber auch aufgrund der notwendigen Diversifizierung von Absatzmärkten und Bezugsquellen infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine.

Neue und zugleich intensivere Partnerschaften nötig

"Um diese Neuaufstellung unserer internationalen Wirtschaft zu bewerkstelligen, braucht es neue und zugleich intensivere Partnerschaften", stellt Adrian klar. "Insofern kommt der Kanada-Besuch des Bundeskanzlers und des Wirtschaftsministers zur rechten Zeit. Denn aktuell steht auch die längst überfällige Ratifizierung des EU-Kanada-Abkommens CETA durch den Deutschen Bundestag an. Sie gäbe in insgesamt schwierigen handelspolitischen Zeiten ein wirksames Signal für offene Märkte und regelbasierten Handel."

CETA trägt schon vor der Ratifizierung Früchte

Für die deutschen Unternehmen sei Kanada bereits ein beachtenswerter Wirtschaftspartner, berichtet der DIHK-Präsident: "Das jährliche Güterhandelsvolumen mit Deutschland betrug zuletzt mehr als 16 Milliarden Euro – allein seit der noch vorläufigen Anwendung von CETA bereits ein Fünftel mehr als zuvor." Seitdem seien bereits Handelshemmnisse auf beiden Seiten abgebaut und Zölle abgesenkt worden. Außerdem habe sich der Marktzugang verbessert, und lästige Doppelzertifizierungen seien entfallen.

"Auch für engere Handelsbeziehungen mit weiteren wichtigen Partnern sollte sich die Bundesregierung daher einsetzen", mahnt Adrian, "und etwa die EU-Abkommen mit Mercosur, Indonesien und Indien vorantreiben."

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Mann im Haus der Deutschen Wirtschaft
Klemens Kober Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen

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Porträtfoto Thomas Renner
Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst
LKW in Kanada

"Thema der Woche" zu CETA

Inwieweit die hiesige Wirtschaft bereits vom Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada profitiert, hat der DIHK Anfang August auch in einem "Thema der Woche" dargestellt. Hier geht es zum Artikel.