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Treier: Rumänien ist ein "Hidden Champion"

Wirtschaftsforum bei IHK und DIHK in Berlin vertieft Partnerschaft
dt.-rumänische Wirtschaftskonferenz 09-23

In Berlin trafen sich unter anderem (v.l.) Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, Sebastian Metz, gf. Vorstandsmitglied der AHK Rumänien, OA-Geschäftsführer Michael Harms, Volker Treier und der moldawische Wirtschaftsminister Dumitru Alaiba

© DIHK / Jens Schicke

Nicht erst seit dem russischen Überfall auf die Ukraine gewinnt Rumänien als Wirtschaftspartner für Deutschland rasant an Bedeutung. Volker Treier, Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), sieht das Potenzial des südosteuropäischen EU-Mitglieds "bei Weitem noch nicht ausgeschöpft".

Volker Treier anpackend 2022

Volker Treier

© DIHK / Werner Schuering

Anlässlich einer hochkarätig besetzten deutsch-rumänischen Wirtschaftskonferenz am 28. und 29. September in Berlin lobte Treier das Land als "Hidden Champion für die deutsche Wirtschaft": Rumänien sei der größte Markt in Südosteuropa mit einer starken industriellen Produktion und einem stetigen Wirtschaftswachstum von mehr als drei Prozent.

"Als zweitgrößter Gasproduzent der EU und sechstgrößter Automobilhersteller im europäischen Binnenmarkt bietet das Land für deutsche Unternehmen bereits jetzt sehr attraktive Standortbedingungen", berichtete Treier im Vorfeld der Konferenz. Bereits heute seien über 7.500 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung im Land vertreten.

Betriebe vor Ort sehr zufrieden mit dem Geschäftsklima

"Doch ist das Potenzial damit bei Weitem noch nicht ausgeschöpft", stellte er klar. "Angesichts der avisierten internationalen Unterstützung zum wirtschaftlichen Aufbau der Ukraine beispielsweise lässt die enge Partnerschaft Rumäniens mit Moldau und die geostrategische Nähe zur Ukraine das Land noch stärker ins Blickfeld auch deutscher Unternehmen rücken."

Die Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer (AHK Rumänien) messe halbjährlich das Geschäftsklima für deutsche Firmen, und das sei für das Land positiv: "Über 90 Prozent der AHK-Mitgliedsunternehmen bewerten die Lage als gut oder zumindest befriedigend. Genauso verhält es sich bei den Geschäfts-, Investitions- und Konjunkturerwartungen. Ein Wert, den wir bei unseren weltweiten Umfragen so klar selten messen."

Optionen für mehr Nearshoring

An dem 2. Deutsch-Rumänischen Wirtschaftsforum, das die AHK Rumänien und der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA) Ende September mit Unterstützung der DIHK in Berlin organisiert haben, nähmen über 150 Unternehmen teil, so Treier – "eine ideale Möglichkeit, mit unserer Deutsch-Rumänischen Auslandshandelskammer in Kontakt zu treten und Unternehmen kennenzulernen, die seit Jahren auf dem Markt aktiv sind".

Die Konferenz werde von einer hochrangigen politischen Delegation aus Rumänien und Moldau begleitet, "und wir wollen die Gelegenheit nutzen, gemeinsam über eine zukünftig noch engere wirtschaftliche Partnerschaft, vor allem aber über Nearshoring zu diskutieren", kündigte der DIHK-Außenwirtschaftschef an.

Die Veranstaltung wurde am 28. September in der IHK Berlin von Bundeskanzler Olaf Scholz (per Videobotschaft) und seinem moldauischen Amtskollegen Dorin Recean eröffnet; der rumänische Wirtschaftsminister Radu Oprea übermittelte im Namen des rumänischen Premierministers Ion-Marcel Ciolacu eine Grußbotschaft. Am zweiten Konferenztag in den Räumen der DIHK sprach neben Volker Treier unter anderem auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck.

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Fritsche, André_hoch
André Fritsche Referatsleiter Osteuropa, Südkaukasus, Zentralasien, Leiter der Taskforce Ukraine | Russland

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst