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Urkunde für Umweltmanagement des DIHK

IHK-Dachorganisation lässt sich nach Emas-Kriterien bewerten

IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder (r.) überreichte die Urkunde an DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben

© DIHK / Jens Schicke

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat sein neu eingeführtes Umweltmanagementsystem nach den ehrgeizigen Regeln des "Eco-Management and Audit Scheme" (Emas) validieren lassen. Mithilfe des Systems will er künftig die Umwelteffekte seines Handelns systematisch ermitteln und verbessern.

Mit der Übergabe der Emas-Urkunde durch Jan Eder, Hauptgeschäftsführer der für den DIHK zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin, am 2. Dezember ist die Einführung nun offiziell abgeschlossen und der DIHK in das bundesweite Emas-Register eingetragen.

Ressourcenschonendes Arbeiten

DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben: "Wir führen unser Umweltmanagementsystem in einer Zeit des beschleunigten Wandels in allen Lebens- und Arbeitsbereichen ein – eine Zeit, die wir auch als Chance für positive Veränderungen im Sinne der Umwelt begreifen und nutzen wollen." Der mit der Pandemie ausgelöste Digitalisierungsschub habe dem DIHK, beispielsweise durch die vermehrte Nutzung von Videokonferenzen, "ganz neue Möglichkeiten für ein ressourcenschonendes Arbeiten" eröffnet.

"Das Emas-Umweltmanagement ermöglicht uns, die Auswirkungen unserer Arbeit im DIHK auf die Umwelt systematisch zu erfassen und wesentliche Belastungen zu identifizieren", erläutert Wansleben. "So können wir Maßnahmen zu deren Minderung umsetzen und einen stetigen Prozess der Verbesserung anstoßen. Mit der Umwelterklärung des DIHK machen wir unsere Ziele und Maßnahmen transparent und möchten auch anderen Anregungen für Verbesserungen geben."

Belegschaft als treibende Kraft

Sofie Geisel, Geschäftsführerin der DIHK Service GmbH, ergänzt: "Besonderen Wert haben wir bei der Umsetzung von Emas auf die Beteiligung von Mitarbeitenden gelegt. Die Einführung von Emas ist nicht nur von der Belegschaft selbst angestoßen worden. Die Mitarbeitenden sind in einer auf Beratung, Service und Netzwerke ausgerichteten Organisation auch der entscheidende Faktor, um wirksam Umwelt und Klima zu schonen."

Das Emas-Umweltmanagement deckt die Tätigkeiten des DIHK – also des DIHK e. V. und seiner Tochtergesellschaften DIHK Service GmbH und DIHK DEinternational GmbH – am Standort Berlin ab und umfasst auch die Reisetätigkeiten und indirekte Wirkungen, beispielsweise über die Projekte zur Förderung von Umwelt- und Klimaschutz in Unternehmen.

Details finden Sie in der Umwelterklärung, die hier zum Download bereitsteht:

Umwelterklärung des DIHK 2021 (PDF, 1 MB)

Der Hintergrund:

Emas, das ist die Kurzbezeichnung für das "Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung", englisch "Eco-Management and Audit Scheme", das auf der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 der Europäischen Union basiert.

Unternehmen und andere Organisationen, die sich an Emas beteiligen, verpflichten sich dazu, alle einschlägigen Umweltrechtsvorschriften zu erfüllen und einen Prozess der kontinuierlichen Verbesserung der eigenen Umweltleistung zu organisieren. Sie veröffentlichen eine Umwelterklärung und lassen sich von einem unabhängigen Umweltgutachter überprüfen. Mit einer Emas-Registrierung werden gleichzeitig immer die Anforderungen nach ISO 14001 erfüllt. Auch nicht wirtschaftlich tätige Organisationen wie Kirchen, Schulen und öffentliche Verwaltungen können Emas einführen.

Die Registrierung der Teilnehmer ist in Deutschland Aufgabe der IHKs und der Handwerkskammern. Alle Emas-registrierten Organisationen in Deutschland sind im Emas-Register www.emas-register.de eingetragen. Für den DIHK ist die IHK Berlin die regional zuständige Emas-Registrierungsstelle.

Emas-Logo DE-107-00159

© Emas

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Porträtbild Jakob Flechtner, Referatsleiter Energie | Umwelt | Industrie
Jakob Flechtner Projektleiter Unternehmensnetzwerk Klimaschutz – eine IHK-Plattform (UNK)

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Porträtfoto Janine Hansen
Janine Hansen Projektleiterin Service- und Beratungsstelle für regionale Industrieinitiativen