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Wansleben: "Die aktuelle Lage bleibt angespannt"

Anstieg des Bruttoinlandsprodukts deutet noch nicht auf Entwarnung
Ingenieur mit Tablet in der Hand inspiziert Fabrikmaschinen

Gerade in der Industrie steht die Wirtschaftsentwicklung weiterhin unter Beobachtung

© Tashi-Delek / E+ / Getty Images

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2022 hat nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent zugelegt. Damit befindet sich die Wirtschaft aber noch nicht auf einem nachhaltigen Wachstumspfad, stellt die DIHK klar.

Martin Wansleben gestikulierend am Mikrofon

Martin Wansleben

© DIHK / Jens Schicke

"Die Konjunktur 2022 ist etwas besser gelaufen als die Unternehmen im Herbst erwartet hatten", kommentiert Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), die Zahlen.

Dennoch bleibe die aktuelle Lage angespannt: "Hohe Energiepreise, Rekordinflation und weltweit belastete konjunkturelle Aussichten bereiten vielen Unternehmen Sorgen. Hinzu kommen langfristige Herausforderungen wie Strukturwandel, ökologische Transformation, Demografie und Digitalisierung."

Investitions- und Umsetzungsoffensive dringend erforderlich

Der DIHK-Hauptgeschäftsführer mahnt: "Wir brauchen dringend eine Investitions- und Umsetzungsoffensive, um das alles zu meistern und schnellstmöglich auf einen nachhaltigen Wachstumspfad umzuschwenken."

Um Engpässe aufzulösen und die von der Kostenexplosion betroffenen Betriebe an anderer Stelle zu entlasten, sei ein ganzes Set von Maßnahmen nötig: "Das Spektrum reicht bis hin zu internationalen Handelsverträgen", so Wansleben. "Für die Energie- und Gaspreisbremse brauchen wir dringend ein engmaschiges Monitoring, um sicherzustellen, dass die Entlastungen bei allen Unternehmen tatsächlich ankommen."

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Dr. Jupp Zenzen Referatsleiter Konjunktur, Wachstum, Unternehmensbefragungen

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst