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Wansleben zu CETA: "Europa braucht neue Partnerschaften"

Ratifizierung des Kanada-EU-Abkommens wäre ein wichtiges Signal
Flaggen der EU und von Kanada als Fähnchen auf einem Tisch

CETA verbindet die EU und Kanada schon heute

© MicroStockHub / iStock / Getty Images Plus

Auf der Sitzungsagenda des Deutschen Bundestages steht am 1. Dezember auch CETA, das Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada. Die deutschen Unternehmen hoffen laut DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben auf eine Ratifizierung des Vertragswerkes, das seit 2017 vorläufig in Kraft ist.

Martin Wansleben gestikulierend am Mikrofon

Martin Wansleben

© DIHK / Jens Schicke

Wenn das "Comprehensive Economic and Trade Agreement" nun den Bundestag passierte, wäre dies "für die international eng vernetzte deutsche Wirtschaft ein wichtiges Signal für offene Märkte und regelbasierten Handel mit wichtigen Partnern", so Wansleben. "Die Unternehmen stehen im Außenhandel derzeit vor großen Herausforderungen: Lieferkettenprobleme, Diversifizierung der Handelsbeziehungen sowie Neuordnung der internationalen Arbeitsteilung. Um die Neusortierung der Globalisierung offensiv zu gestalten, braucht Europa neue Partnerschaften."

Abbau von Hürden hat den Güterhandel deutlich gesteigert

Kanada sei ein bedeutender Wirtschaftspartner, berichtet der DIHK-Hauptgeschäftsführer: "Das jährliche Güterhandelsvolumen mit Deutschland betrug zuletzt 16,2 Milliarden Euro – rund ein Fünftel mehr als vor der vorläufigen Anwendung von CETA."

Denn seitdem seien Handelshemmnisse auf beiden Seiten abgebaut worden: "Zölle sind gesunken, Doppelzertifizierungen entfallen, und der Marktzugang hat sich verbessert. Auch mit weiteren wichtigen Partnern sollte sich die Bundesregierung daher für engere Handelsbeziehungen einsetzen und etwa die EU-Abkommen mit Mercosur, Indonesien und Indien vorantreiben."

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Mann im Haus der Deutschen Wirtschaft
Klemens Kober Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst